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Diese Propositio ist überschrieben: Ein erleuchteter Körperkann dunkler werden, wenn zu dem Lichte, welches erempfängt, noch neues Licht hinzutritt. — Das ist derselbeSatz, den AragO in neuerer Zeit so oft ausgesprochen undparadoxer ausgedrückt hat: Licht zu Licht addirt giebtFinster nifs!
Der Versuch ist folgender: Zwei Löcher in demFensterladen eines dunklen Zimmers nahe an einanderangebracht, geben zwei Lichtkegel, die einander zum Theilübergreifen, und mit einer weissen Karte aufgefangenwerden. Jeder Lichtkegel für sich aufgefangen giebt eineweifse Scheibe, die in der Mitte heller ist als am Rande,der Rand erscheint schattirt, zeigt aber bei genauer Be-trachtung eine röthliche Farbe.
Fängt man beide Kegel zugleich auf und in solchemAbstande, dafs sie einander zum Theil übergreifen, so be-merkt man, dafs die Mitte des von den übergreifendenRändern eingeschlossenen Raumes heller ist, als die beidenReste der Kreisflächen, und dafs die den hellen Mittelraumbegränzenden Bogenstücke auffallend dunkel sind. Nähertman die Karte den Löchern, so werden die Bogen röthlich,entfernt man sie, so werden diese noch dunkler.
Versuche ganz gleicher Art, wie die eben erwähnten,sind in neuerer Zeit von den beiden grossen PhysikernThomas Young und Fresnel angestellt, um die fast ver-gessene Undulationstheorie des Lichts wieder in ihreRechte einzusetzen, und das daraus hervorgehende Principder gegenseitigen Einwirkung der Lichtstrahlen, das Inter-ferenzprincip, welches umgekehrt eine so schöne Bestäti-gung der Undulationstheorie abgiebt, damit zu erweisen.
Auch Grimaldi hatte eine Ahnung von der wellen-artigen Fortpflanzung des Lichts, aber er konnte nochnicht mit sich ins Reine kommen, und war keineswegs m>Stande sich genügende Rechenschaft von den beobachtetenErscheinungen zu geben. Aber auf dem Wege dahin warer, das geht aus nachstehender Aeul'serung hervor, die erder Beschreibung des ersten Versuchs folgen läl'st: