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Mitglieder der Acc. del Cimento.
J. 1644 an Pater Mersenne berichtete, die sieben erstenBücher des Apollonius. Golius scheint die Absicht gehabtzu haben die Manuskripte zu übersetzen, allein es kamnicht dazu, und der grolse literarische Schatz blieb ver-graben in der öffentlichen Bibliothek zu Florenz liegen.
Man fuhr fort die vier letzten Bücher des Apolloniusals verloren zu betrachten, bis im J. 1656 Borelli so glück-lich war in der Bibliothek zu Florenz das Golius’scheManuskript zu entdecken. Er überzeugte sich bald, dafses mehr enthielt als die bisherigen Uebersetzungen, undda er sehr für die Geometrie der Alten eingenommen war,erbat er sich vom Grofsherzog die Gunst dasselbe zu über-setzen oder übersetzen lassen zu dürfen. Diese Bittewurde ihm gewährt, und so nahm er 1658 das Manuskriptmit nach Rom , um es dort, da er selbst des Arabischenunkundig war, von einem maronitischen Geistlichen Abra-ham Ecchelleusis (Abramo Eckellense) ins Lateinischeübertragen zu lassen.
Viviani hörte von dieser Begebenheit, liefs sich aberdadurch nicht abschrecken, sondern fuhr fort an seinemWerke zu arbeiten, und brachte es durch angestrengtenFleifs dahin, dals es 1653 im Druck erschien. Erst zweiJahre darauf, also 1661 wurde die lateinische Uebersetzungdes arabischen Manuskripts vollendet und gedruckt. Manhatte nun Gelegenheit das Origiualwerk mit Viviaili’s Di*vination zu vergleichen, und siehe da, der Vergleich fielhöchst ehrenvoll für Viviaili aus! Hatte er gleich einigeder schwierigsten Aufgaben, die Apollonius behandelt,nicht in Betracht gezogen, so stimmte er doch in anderenvollkommen mit ihm überein, und in noch anderen hatteer den Gegenstand sogar allgemeiner aufgefai'st, als dergriechische Geometer.
Mau könnte wünschen, dals Viviani durch diesenglücklichen Erfolg, der ihm so grolsen Ruhm unter seinenZeitgenossen verschaffte, sich zu einer ähnlichen Arbeitfür das achte Buch des Apollonius ermuthigt gefundenhätte, denn dieses findet sich in dem von Golius über-