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Geschichte der Physik : Vorlesungen gehalten an der Universität zu Berlin / J. C. Poggendorff
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Leistungon der Aec. del Cimento .

leichte Körper gebe, und dafs sie sich vermöge dieserangeborenen Leichtigkeit in anderen erhöben, die nichtmit dieser Eigenschaft begabt seien. Diese Lehre fandnoch in der Mitte des XVII. Jahrhunderts ihre Anhänger,obgleich schon Galilei und Torricelli dagegen gekämpftund gezeigt hatten, dafs jenes Aufsteigen nur hervorgeheaus dem Druck des uingebeuden specifisch schwererenMittels.

Die Akademiker del Cimento suchten nun die positiveLeichtigkeit dadurch zu widerlegen, dafs sie zeigten, wiemit Aufhebung dieses Drucks auch das Steigen der so-genannten leichten Körper aufhöre. Sie richteten es näm-lich so ein, dafs ein Körper nur von den Seiten her denDruck des specifisch schwereren Mediums erleiden konnte,der Druck von unten her aber fortgenommen war, undda sahen sie denn, dafs das Steigen nicht erfolgte.

Sie verschafften sich eine Holzbüchse mit vollkommenebenem Boden, und einen Holzcylinder mit vollkommenebener Grundfläche; der Cylinder hatte einen beträchtlichkleineren Durchmesser als die Büchse. Sie stellten ihnnun in die Büchse, und gossen in den Zwischenraum vor-sichtig Quecksilber bis nahe zum oberen Rand, und sieheda, der Cylinder hob sich nicht! Einen ähnlichen Versuchmachten sie mit einer elfenbeinernen Kugel, die bis zurHälfte in eine genau passende kugelförmige Schale vondemselben Material gelegt war; auch hier hob darauf ge-gossenes Quecksilber die Kugel_ nicht von ihrer Unterlageab. So wie indefs das Quecksilber nur ein wenig Gelegen-heit hatte unter den Cylinder oder die Kugel zu kommen,so wurde der eine wie die andere natürlich sogleich ge*hoben. Dadurch war also der Grund des Stemens von

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Körpern in specifisch schwereren Mitteln demonstrirt.

Kap. VIII, Versuche über den Magnet und Kap. IX,Versuche über den Bernstein enthalten wenig Eigen'thümliches. Nur im neunten Kapitel findet sich eine be-merkenswerthe Thatsache, nämlich die, dafs die elektrische