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Geschichte der Physik : Vorlesungen gehalten an der Universität zu Berlin / J. C. Poggendorff
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Zeitgenossen Newton’s.

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Ja wenn man zugleich die Frage aufwirft, wer von beidendie neue Rechnung unter dem allgemeineren Gesichtspunktaufgefafst, wer am meisten zu ihrer Ausbildung beigetragenhat, so kann kein Zweifel darüber obwalten, dafs Leibnitz das gröfsere Verdienst zuerkannt werden müsse. Einegründliche Darlegung der Thatsachen, auf welche sichdas vorstehende Urtheil stützt, gehört aber vor das Forumder Geschichte der Mathematik, die ich hier nicht zuliefern beabsichtige.

Zeitgenossen Newton’s.

291. Edmund Halley . Dieser als Physiker und alsAstronom gleich berühmt gewordene Mann war der Sohneines wohlhabenden Seifensieders zu Haggerston bei London ;er wurde daselbst 1656 geboren, und starb 1742 im 86stenJahre seines Lebens zu Greenwich . Seine Neigung fürphysikalische und mathematische Beschäftigungen erwachtenschon sehr früh. Bereits im J. 1672, also in seinem 16. Le-bensjahr, als er noch in London die Paulsschule besuchte,fand er Vergnügen daran, Sonnenuhren zu verfertigen unddie Kompafsnadel zu beobachten. Diese Neigung wurdenoch mehr erhöht, als der Vater ihn 1673 auf das Queen’sCollege zu Oxford schickte, und eine kleine Sammlungphysikalischer und astronomischer Instrumente für ihn an-kaufte.

Im J. 1676, als er 20 Jahre zählte, erschien von ihmschon eine Abhandlung in • den Philos. Transact., derenInhalt war, die Aphelien und Excentricitäten der Planeten-bahnen auf eine geometrische Weise zu bestimmen. Umdieselbe Zeit ging er mit dem Gedanken um, einen Fix-sternkatalog zu entwerfen, da er aber erfuhr, dals bereitszwei der berühmtesten Astronomen seiner Zeit, Flamsteadund Hevel, mit dieser Arbeit beschäftigt waren, gab erdiesen Plan in der Allgemeinheit auf, und beschränkte ihnblofs auf die südliche Hemisphäre. Durch vornehmeGönner wufste er es dahin zu bringen, dafs Karl II. ihnauf Staatskosten zum Zweck der Ausführung dieses Planes