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Geschichte der Physik : Vorlesungen gehalten an der Universität zu Berlin / J. C. Poggendorff
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Zeitgenossen Newton’s.

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die Parallaxe der Sonne oder die Entfernung der Erde vonder Sonne zu berechnen. Ueber Ausführung und Erfolgdieses Gedankens war bereits § 241 die Rede.

Von den astronomischen Verdiensten Halley’s will ichnoch erwähnen, dafs er der erste ist, welcher die eigenenBewegungen gewisser Fixsterne konstatirt hat; er zeigtenamentlich, dafs Aldebaran, Arktur und Sirius zu seinerZeit um einen halben Grad südlicher standen als zu Ptole-maens Zeiten. Seine Abhandlung darüber findet sich inden Philos. Transact. für 1718. Er spricht indels blofsvon der Bewegung in der Breite, Cassini entdeckte auchdie in der Länge, dabei äulsernd, dafs sich die Sonne eben-falls bewegen möge.*)

Man mufs diese eigenen bisher noch unter kein Gesetzgebrachten Bewegungen verschiedener Fixsterne nicht ver-wechseln mit jener allen Fixsternen angehörigen kleinenBewegung, die im Laufe jeden Jahres einen Cyklus durch-läuft, und wie wir jetzt wissen, nur eine scheinbare ist,während wir die nicht periodische eigene Bewegung mitallem Grund für eine wahre halten. Jene periodischescheinbare Bewegung wurde auch zu Halley’s Zeit ent-deckt, und auf ihre Ursache zurückgeführt. Hooke ist wohlder erste, der sie beobachtet hat. Er sagt in seinemAttempt to prove the motion of the earth , 1674 , schon imJ. 1669 gefunden zu haben, dafs 7 draconis im Juli 25"nördlicher stehe als im Oktober. Dann fand Picard, alser 1671 zu Uranienborg beobachtete, eine jährliche Ver-änderung von etwa 40 Sekunden; ebenso beobachteteFlamstead im J. 1680, dafs die Deklination des Polarsternsiin Juli 40" kleiner sei als im December. Flamstead hieltdie Erscheinung für Wirkung einer Parallaxe der Sterne,Cassini und Manfredi bestritten dies, keiner aber wufsteeine bessere Erklärung.

Da wollte es das Glück, dafs Samuel Molineux, ein Lieb-haber der Astronomie, auf seiner Privatsternwarte zu Kew

') Annuaire 1842, p. 383.