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Geschichte der Physik : Vorlesungen gehalten an der Universität zu Berlin / J. C. Poggendorff
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Zeitgenossen Newton’s.

bank bereits im J. 1725 eine Uhr darstellte, welche einenaufserordentlich regelmäfsigen Gang besafs.

Das Räderwerk war gröfstentheils von Holz, aber dasPendel war mit einer Kompensation versehen, die ihrenZweck ebenso vollständig erfüllte wie die Graham’sche, ob-wohl sie ganz davon verschieden war. Das Pendel bestandaus 9 Stangen nebeneinander, abwechselnd Messing undEisen, die so miteinander verbunden waren, dafs die Ver-längerungen oder Verkürzungen, die sie in Folge vonTemperatur-Aenderungen erlitten, einander aufheben oderkompensiren mufsten. Fig. 37 versinnlicht die AnordnungFig 37 der Stäbe, und sind die beiderlei Metalle durchausgezogene und punktirte Linien unterschieden.Wegen ihrer Aehnlichkeit mit einem Rost, hatman diese Vorrichtung mit dem Namen der rost-förmigen Kompensation oder des Rostpendels,Gridiron pendulum, belegt.

Im J. 1726 hatte Harrison bereits zwei sol-cher Uhren dargestellt, bei welchen er das Pen-del, ohne etwas von Huyghens’ Arbeiten zu ken-nen, oben zwischen cykloidischen Blechen schwin-gen liefs, dasselbe auch an der Mauer des Hausesunverbunden mit dem Uhrwerk auf hing, weilauch er bemerkt hatte, dafs die Festigkeit des Aufhänge-punktes eine wesentliche Bedingung zur Regelmäfsigkeit desPendelganges sei.

Harrisou kam im J. 1728 nach London , wo man bisdahin noch nichts von ihm wufste. Er machte hier dieBekanntschaft von Halley, und dieser empfahl ihn an Graham,der ihn wohlwollend aufnahm und in der Ausführung seinerPläne belnilflich war. Harrisoil’s Erfindung fand viel Beifallund Nachahmung, obwohl es scheint, dafs sie nicht Jeder-mann bekannt geworden ist, denn noch im J. 1741 überreichteCassini der pariser Akademie, und sogar 1752 John Ellicott der londoner Gesellschaft die Beschreibung einer Pendel-kompensation, die ganz mit der Harrison’schen identischist. In späteren Jahren, etwa von 1737 an, machte selbst