Elektricität.
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335. So blieb es bis zum J. 1729, wo Stephen Gray ,der in London lebte und Mitglied der Roy. Society war,eine Reihe von Versuchen unternahm, die zunächst zu derwichtigen Entdeckung der Elektricitäts-Mittheilung führte.Im Grunde hatte man die Mittheilung schon bei der Ab-stoi'sung, sowie die Vertheilung der Elektricität bei derAnziehung beobachtet, aber beide unbewufst; auf eine be-wui'ste Weise entdeckte sie erst St. Gray, und zwar fol-gendermafsen.
Gray hatte eine 3j Fufs lange und zollweite Glasröhrean beiden Enden mit Korkstöpseln versehen um zu er-mitteln, ob die geriebene Röhre einen Unterschied beimAnziehen erkennen liefs, wenn sie offen oder verschlossenwar, er fand aber keinen merklichen Unterschied. Beidiesem Versuche ereignete es sich, dafs eine Flaumfeder,die dem oberen Ende der Röhre gegenüber gehalten wurde,nach dem Stöpsel hinflog und von diesem ebenso ange-zogen und abgestofsen ward, wie von der Röhre selbst.Es war dem Kork also von der Röhre eine anziehendeKraft oder Elektricität mitgetheilt. Hierauf steckte Grayin den Kork einen 4 Zoll langen Holzstab und auf dasobere Ende des letzteren eine Elfenbeinkugel, worauf auchdiese sich elektrisch zeigte, und sogar noch stärker als derKorkstöpsel zuvor. Als der Holzstab durch Messing- undEisendraht ersetzt wurde, zeigte sich beim Versuch dernämliche Erfolg, es wurde aber bemerkt, dafs die Federvon dem Drahte nicht so stark angezogen wurde, wie vonder Kugel am Ende *).
Wenn dem Draht eine gröfsere Länge gegeben wurde,so gerieth er beim Reiben der Röhre in lästige Schwan-kungen, wodurch Gray auf den Gedanken kam statt desDrahtes einen Bindfaden zu nehmen, der mit dem einenEnde an die Röhre, mit dem anderen an die Elfenbein-kugel befestigt wurde. Auch jetzt verhielt sich die Kugelwie früher, und zog selbst noch, nachdem sie von einem
! ) Fischer, ibid. V, 434 ff.