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Elektricität.
26 Fufs hohen Balkon mittelst der Schnur herabgelassenwar, leichte Körper auf dem Hofe an.
Bei dem Bestreben die Elektricität in noch gröfsereEntfernungen fortzuleiten, wurden in Ermangelung bedeu-tender Höhen horizontale Leitungen herzustellen gesucht,was wiederum eine Entdeckung im Gefolge hatte. Zu-nächst führte Gray die hänfene Schnur von der Glasröhreaus in horizontaler Richtung durch die Schleife einesanderen Bindfadens, der an einem Nagel oben im Balkenhing; von dieser Schleife ging die Schnur mit der Elfen-beinkugel senkrecht herab. Diese verhielt sich nun abernicht elektrisch, als die Glasröhre gerieben wurde, undGray sah als Ursache hiervon den am Nagel hängendenBindfaden an, der die bis zur Schleife gelangende Elektri-cität ganz oder gröfstentheils fortführe; er wufste abernicht, wie sich dies verhindern lasse.
Im Juni 1729 besprach sich Gray mit einem Hrn.Granville Wheler, Geistlicher und Mitglied der Roy. Soc.,über diesen Versuch, und dabei äufserte der letztere, essei wohl besser zum Aufhängen einen Seidenfaden stattder Hanfschnur zu nehmen, da jener dünner sei und des-halb wahrscheinlich weniger Elektricität fortführen werde.Es ward beschlossen den Versuch mit dieser Abänderungzu wiederholen, und der Vorsatz am 2. Juli 1729 in einerlangen Galerie in Wheler’s Haus ausgefuhrt. Die an dieGlasröhre befestigte Schnur war 80 Fufs lang und überquer ausgespannte Seidenfäden der Art gelegt, dal's dasEnde mit der Elfenbeinkugel etwa 9 Fufs herabhing.
Jetzt glückte der Versuch; die Kugel zeigte sich starkelektrisch, und war es noch, als die Hanfschnur durchHin- und Herführen auf 147 ja bis auf 765 Fufs verlängertwurde. Als indefs bei einem dieser Versuche die seidenenQuerschnüre rissen, und durch festeren Messingdraht er-setzt wurden, erhielt die Kugel keine Elektricität, obwohldie Drähte ebenso dünn waren wie die seidenen Fäden.
So war der Unterschied zwischen leitenden undnichtleitenden Körpern experimentell nachgewiesen und