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Geschichte der Physik : Vorlesungen gehalten an der Universität zu Berlin / J. C. Poggendorff
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Elektrisirmasehine.

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eher der Konduktor die jetzt übliche Form besitzt, aufGlasfüfsen ruht, einen Kollektor hat, das Reibzeug mitAmalgam bestrichen ist, und hinter sich eine Hülle vonWachstaffet führt, ist die, welche Tiberio Cavallo in seinemA complete treatise on electricity with original experinients,London 1117 (ins Deutsche übersetzt 1783) beschreibt.

339. Nach den Röhren-, Kugel- und Cylindermaschinenkamen die jetzt fast allein noch üblichen Scheibenmaschinenin Gebrauch. Ueber den Erfinder der letzteren herrschenverschiedene Angaben. Sigaud de la Fond, Arzt in Paris ,später Professor der Physik und Chemie in Bourges (geb.1740 zu Dijon, gest. 1810 zu Bourges ) sagt, er habe sichschon 1756 einer Scheibe von Krystallglas zur Elektricitäts-erregung bedient, aber er sagt dies erst 1781 in seinem Precishistorique et experimental des phenomenes electriques, Paris 1181. Der durch seine optischen und astronomischen In-strumente so berühmte englische Mechaniker Jesse Ramsden (1735—1800), der 1766 eine Scheibenmaschine baute, hältsich für den Erfinder derselben, lngenhouss (geb. in Breda 1730, gest. bei London 1799, Arzt und Mitglied der RoyalSociety ) dagegen behauptet, aber freilich auch erst in seinenspäteren Schriften, er habe seit 1764 angefangen sich derScheiben zu bedienen, weil er von der Reibung des Glasesauf beiden Seiten sich viel versprochen habe. Erwiesener-mafsen hat indel's Planta (1727—1772) aus Süfs im Engadin ,zuletzt Direktor des Seminars zu Haldenstein , sich bereits1755 der Scheibenmaschine bedient, früher als die zuvorGenannten, und er dürfte daher mit Recht als erster Er-finder dieses nützlichen Instrumentes betrachtet werden.

Die Scheibenmaschinen wurden bald in sehr grofsenDimensionen ausgeführt. Der Dnc de Cliaulues (1714 —1769), Pair von Frankreich und Ehrenmitglied der pariserAkademie, auch bekannt durch werthvolle Arbeiten überoptische Gegenstände, besonders astronomische Instrumente,liei’s eine Maschine verfertigen, an welcher die Scheibe 5 FulsDurchmesser hatte und Funken von 22 Zoll Länge gab.

Poggendorff, Gesell, d. Physik. 54