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Dinkel, Emmer und Einkorn erfordern daher, bevorman sie mahlen kann, noch einer Mittel-Operation,das Schälen, Gerben genannt, die auf einem hiezueingerichteten Mühlgange vorgenommen wird; erstdurch sie erhält man den K erneu, der nun mit demWeizen nach Gewicht und Werth verglichen werdenkann. 1 Scheffel oder 8 Simri Dinkel geben je nachder Qualität der Frucht 2^/,— 4 Simri Kernen; bei-des sind die äußersten Grenzen, im Mittel darf man3'/» Simri annehmen. Das Einkorn hat weniger Hül-sen und gibt häufiger 3^ — 4 Simri, als der Dinkel ;der Emmer hat vielerlei Arten mit dickerem und feine-rem Balg und gibt von 2 — 4 Simri. — Auf bicMärkte bringt man theils Dinkel , theils Kernen; bieGetreidemärkte von Calw, Tübingen , Ncutlinge»,Urach, Winnenden, Heilbronn, Schorndorf erhaltenihre Zufuhren hauptsächlich an Dinkel , die vonStuttgart, Göppingen, Geißlingen, Hall, Heidenheim ,Ulm, Biberach, Riedlingen , Navensburg, TuttlingeMRottweil, Sulz am Neckar hauptsächlich an Kernen-In den südlichen Landestheilen bevorzugt schon diestarke Getreideausfuhr in die Schweiz den Kerncnver-kauf vor dem Dinkelverkauf.
Nach einer früheren Berechnung kommen in Württem-berg auf die Erzeugung von 1 Scheffel Weizen OO Scheff^Dinkel und 3 Scheffel Einkorn; vom Emmer war keineVerhältnißzahl ermittelt, dagegen stand die des Hafersauf 40, der Gerste auf 12, des Roggens aufNeuerdings möchte durch die Einführung einer vor-trefflichen Weizensorte, des Talavera-Weizens, sichjenes Verhältniß etwas zu Gunsten des Weizens, ss