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Chronologischer Katalog der Nordlichter bis zum Jahre 1856 sammt einer Bibliographie über diese Erscheinung / von Dr. Ami Boué
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grosse Unternehmen gemacht, ohne durch manche Vorurtheile undselbst durch mitleidiges Achselzucken abwendig und überdrüssig zuwerden. Die gewöhnlichste Einwendung ist die der Unmöglichkeit.Die Wissenschaft schreitet immer fort, das Alte und das Neuesteerfassen und classificiren zu wollen, das geht einmal nicht. Obgleichich mich auf physicalische, chemische, naturhistorische, geologischeund geographische Wissenschaften fast gänzlich beschränkt habe, soist doch eine Arbeit von dem Umfange der meinigen viel zu gross füreinen Einzelnen, aber der Gedanke des grossen Nutzens und dieabsolute Nothwendigkeit ähnlicher Tabellen wird noch in grösseremMassstabe mich überleben. Es wird schon die Zeit kommen, wo einin der Wissenschaft bewanderter und einflussreicher Geist es höchstzweckmässig finden wird, an einer grossen Bibliothek oder in einemeigenen Amte in Verbindung mit mehreren Fach-Bibliotheken einekleine Anzahl von gut geschulten Männern zu vereinigen, die einersolchen Arbeit gewachsen wären. So lange man ausser der Literaturdes laufenden Jahres noch das ältere nachzutragen hätte, müsste dieZahl der Beamten grösser sein oder man würde ungefähr 6 Monatefür das Alte und 6 Monate für das Neue zu bearbeiten bestimmen,aber wenn man einmal mit dem alten fertig sein würde, so könnteeine höchst geringe Zahl der Beamten das ganze Jahr beschäftigtsein. Es handelt sich ja hauptsächlich nur darum, die Erfahrungenund Schriften der letzten 80 bis 00 Jahre zu sammeln und zu classi-ficiren. Der positive Nutzen einer solchen bibliographischen Samm-lung wird durch meine Abhandlungen der letzten 15 Jahre bestätigt,da ich sie ohne diese Stütze so vollständig und vorzüglich so ge-schwind nicht zur Welt gebracht haben könnte.

Leider muss ich gestehen, dass demungeachtet mancher schätz-bare Gelehrte und selbst Freund meine Unternehmung nicht ver-stehen will oder unterschätzte. Es ist mir selbst vorgekommen, dassein Bruchstück davon in unserer Akademie fast keinen Platz hat fin-den können. Ich meine meinen Katalog der Gelehrten-Vereine undZeitschriften. Das erste wäre doch für den Fachgelehrten zu wis-sen, wo er das findet, was er braucht. Wahrlich mögen gewisseFächer genug Stoff in der Literatur eines Landes finden; es gibt aberandere, deren Lebensfähigkeit und Erweiterung nur in der gründ-lichen Kenntniss alles desjenigen besteht, was in der ganzen Weltbeobachtet oder geschrieben wurde. In diesem Falle sind die so