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Tagebuch über eine mit besonderer Beziehung auf Landwirthschaft unternommene Reise durch Bayern, Sachsen-Altenburg, Königr. Sachsen, Böhmen, Mähren und Oestreich / von Albert Holland
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Herrn vr. Crusins sehr wohl behagte, so warmeine Stimmung hier ebenso gut.

Wie bei Herrn vr. Crusins traf ich in diesemHause einen Theologie-Candidaten als Erzieher derKinder. Diese erhalten 80100 Thlr. und freieStation. Geringere Bauern nehmen Schullehrnoder stehen zusammen zu Haltung Eines Lehrers.

Das Gut von Herrn Winkler ist eines dergrößten Bauerngüter im Altenburgischen. Er hatnämlich an Ackerfeld und Wiesen 120 altbg. Acker(213 wirrt. Morg.), dazu einen Wald von 25 altbg.Acker (51 wärt. Morg.g, in welchem er mir alsMerkwürdigkeit Eichen zeigte, welche einen ebensohohen und schlanken Schaft hatten, wie die Tannen,in deren Mischung sie standen. Auf dem Gutewerden ungefähr 30 Stück Vieh Landraffe undEgerkreuzung gehalten, die Bespannung besteht in7 Pferden; auch ist die Schweinezucht nicht unbe-deutend. Die Bewirthschaftung des Guts in dreiFeldern unterscheidet sich von der anderer Bauernim Altenburgischen nicht. Wie bei andern, so schloßich besonders auch hier aus den ungewöhnlich großenScheuerräumen, daß die Erträgnisse des Bodensimmerhin über dem gewöhnlichen Durchschnitt stehenmüssen. Ohne in das Detail der Wirthschaftsver-hältnisse einzugehen, welche in letzter Zeit durchHerrn Löwe so trefflich geschildert wurden, be-scheide ich mich, in Obigem den Wohnsitz eines derreichsten Altenburger Bauern gezeichnet zu haben,dessen gerühmte Gastfreundschaft sich auch an mirkund that.