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Forstwirthe so überreich gespendeten Lob ganz ohneRückhalt beizupflichten. Zugegeben auch, daß die'Cultur, besonders bei den Bauern, höher steht alsin andern Ländern, daß diese eine lobcnswertheThätigkeit entwickeln, daß sie schon wegen des biedernFesthaltens an der Tracht und den Sitten ihrer Ahnenalle Anerkennung verdienen, so glaube ich doch beiVcrgleichung der Bauernwirthschastcn mit den ra-tionell bewirthschafteten Rittergütern Altcnburgs denFlor der erstem, der mit Uebergehung der letztemso sehr hervorgehoben wird, nicht allein in derlandwirthschaftlichen Betriebsamkeit der Bauern, son-dern neben dem Reichthum des Bodens an sich, haupt-sächlich in der Einrichtung begründet zu finden, daßdas ganze Gut geschloffen an den jüngsten Sohnübergeht in einem Anschlag, wie er es brauchen kann,das heißt, im 4ten oder 5ten Theil des wirklichenWerths. Durch diese Maßregel wird der unglück-lichen Güterzerstücklung Einhalt gethan und ei»Stamm reicher Gutsbesitzer erhalten, welcher gewißder Segen eines jeden Landes ist, das eine solchekräftige Stütze hat. Daß aber dieser Reichthum lEinzelner mit Opfer von Seiten Anderer errungen ^wird, ist nicht abzusprechen, denn die übrigen Ge-schwister gehen beinahe leer aus, und müssen, wennsie nicht durch auswärtige Verheirathung oder alsGewerbsleute ihr Unterkommen finden, Dienste beiden Geschwistern thun oder sonst ein untergeordnetesLeben führen. So erzählte mir eben Herr Winklet, !daß ein Hof in der Nähe des seinigen, im Werthvon immerhin 40,000 Thaler vor wenigen Tagenan den jüngsten Sohn um 12,000 Thaler übergeben