Buch 
Bestimmung des Längenunterschiedes zwischen den Sternwarten von Kopenhagen und Altona / von Professor, Dr. C.A.F. Peters
Entstehung
Seite
143
JPEG-Download
 

§ 22 . Lage der Kopenhayener Stermvarte gegen Dreieckspuncte der Dänischen Gradmessung. 1 43

§ 22 . Lage der Kopenhagener Sternwarte gegen Drei-eckspimcte der Dänischen Gradmessung.

Die Universalinstrumente A und B wurden für die Durchgangsbeobachtungen iuKopenhagen , wie erwähnt, auf einem Steinpfeiler iin östlichen Meridianzinnner der Stern-warte aufgestellt. Zur Bestimmung der Lage dieses Pfeilers gegen das Dreiecksnetz derDänischen Gradmessung ist eine kleine trigonometrische Operation ausgeführt worden. Aufder Plateforme um den Beobachtungslhurm für den grossen Refractor wurde eine Grund-linie parallel mit dem östlichen Geländer der Plateforme gemessen, lieber dem südlichenEndpuncte dieser Grundlinie wurden die Richtungen nach allen sichtbaren Thürmen, nachdem andern Endpuncte der Grundlinie und nach einem Puncte des Steinpfeilers, woraufdie Universalinstrumente gestanden, beobachtet. Um den letzteren Punct einstellen zukönnen, wurde eine Latte über das Dach der Sternwarte gelegt und von dieser ein Lothauf den Steinpfeiler herabgelassen, deren Leine mit dem Theodoliten eingestellt wurde.Am nördlichen Endpuncte der Grundlinie wurden nur die Richtungen nach dem südlichenEndpuncte und nach der so eben genannten Lothlinie beobachtet. Zur Re Stimmung derLänge der Grundlinie wurde ein von Reps old angefertigter Massstab benutzt, der in PariserZolle und Linien getheilt, ist. Zur Controle wurde auch noch der kürzeste Abstand zwischendev Grundlinie und der auf den Pfeiler herabgelassenen Lothleine gemessen. Um abzu-kürzen, bezeichnet im Folgenden S die Station über dem südlichen, N diejenige über demnördlichen Endpunct der Grundlinie,- A den Fusspunct des auf den Pfeiler herabgelas-senen Loths.

Von der Station S aus wurden zuvörderst diejenigen Richtungen beobachtet, diezur Bestimmung der Lage der Station dienen sollten. Diese Messungen sind mit einem12 zölligen Theodoliten von Reichenbach, der mit vier Nonien versehen ist, ausgeführtworden. Bei jeder Messungs-Reihe wurde das Fernrohr zuerst auf den Thurm der Garni-sons Kirche gerichtet und darauf successive auf die übrigen Thürme, und zum Schlüssewieder auf die Garnisons Kirche. Im Ganzen sind sechs Messungsreihen ausgeführt worden.In der Richtung der Bewegung des Fernrohrs wurde von einer Reihe zur nächstfolgenden