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5/2 (1816) Geschichte der Eidgenossen vom Tode des Bürgermeisters Waldmann bis zum ewigen Frieden mit Frankreich / Robert Glutz-Blozheim
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wurde sie unter benachbarte Staaten vertheilt und durchEinwanderungen bevölkert und angebaut; viele Schlösserund Klöster erhoben sich/ und unter der sonderbarstenHerrschaft von mehrern Herzogen, Grafen , Rittern undAebten fing das Land aufs neue zu blühen an. DasLehenwesen, welches dem Herrscher nur wenige Kraftverlieh, die Rechtspflege erschwerte und beständige Zwisteveranlaßte, hatte das Gute, daß Ein Ehrgeiziger nichtso leicht die Kräfte Aller mißbrauchen konnte, und daßkleine Kriege auch nur kleine Uebel waren. Hinwiedermußte der Oberherc harte Kämpfe mit ungehorsamenund raubgierigen Rittern bestehen, ja er vermochte nichtimmer, sie in Schranken zu halten und die Ruhigen undGehorsamen zu schützen. Dieses verursachte die Vermeh-rung, Vergrößerung und Begünstigung der Städte, alsMittelmacht zwischen dem Lehenherrn und den Lehen-trägern, und als sichere Zufluchtsorte in Kriegen undbey Einfällen wilder Völker. Da sie aus der Seite desOberhaupts ihren Vortheil fanden, bildeten sich neueVerhältnisse. Die Adelichen, an die Ehre strengegebunden, oft in Gesellschaft von Fürsten und Königen,kamen durch die Zunahme und Theurung der Bedürf-nisse in ein Mißverhältniß von Einnahme und Ausgabe,sie dachten nur auf Waffenkunde und Waffenglück; dieBürger benutzten, weise sparsam, die Geldverlegen-heiten der Reichsvorstcher und der benachbarten Edeln,erwarben sich Freyheiten und Rechte, vergrößerten ihrGebiet, und gewannen durch HandelsverbindungenReichthum, Kenntnisse und Ansehen; es war bey ihnen,wie einst im alten Rom , keine Schande von der Spitze