Band 
Erste Abtheilung.
Seite
332
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EatyrischeRichtungder Kunst.

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für reinere Musik erhalten Durch Hinweisung aufBesseres diesen Zeikgcbrechen zu steuern, gab Glareansich verdankenswerthe Mühe. Auch hier wieder von denAlten ausgehend, entwickelte er die Meinungen ihrerSchriftsteller, die Grundlage ihrer Tonsetzung, bedientesich ihrer Benennungen und verfertigte selbst, genau denVersbau berücksichtigend, zu mehreren ihrer Gesänge dieMelodien'44). Uebcrall aber leitete ihn sein feiner Sinnfür das Schickliche. In freundschaftlicher Verbindungmit den ausgezeichnetesten der damahligen Tonkünstler,in der Schweiz mit Ludwig Senfly'4S), GregorMayer'46), Johann Vannius'4?), Sixt Dietrich'4k),theilte er denselben seine Entdeckungen mit, forderte siezu Versuchen auf, beurtheilte und verbreitete ihre Arbei-ten, vorzüglich durch sein Hauptwerkes), das genauden Zustand der damahligen Tonkunst bezeichnet, undzu Schutz und Ehrenrettung derselben, als, von ihremMißbrauche hcrgehvhlt, zur Zeit der Kirchcntrcnnungauch ungerechte Vorwürfe sie trafen, von bedeutendemEinflüsse war.

Noch ist indeß erforderlich, am Schlüsse dieser all-gemeinen Andeutungen auch der besondern Richtung der

1 44 ) Diejenigen zu verschiedenen der Hvrazischen Oden finden sichim Dostest. g. >gi ff.

145) Ein g-borner Zürcher , der später aber zu Freyburg imBreisgau Bürger ward.

>46) Cantor in Solothucn.

147) Aus Freyburg im Breisgau gebürtig und Organist zu Frey-bürg in der Schweiz .

- 48 ) Aus Constanz .

149) Das oft erwähnte D,-st«stgesto,stnn, das zwar erst 1547 imDruck erschien, indeß hatte er bereits im Jahr ist,6 seine,kürzere, aber ebenfalls verdienstliche, i» inusicen"

herausgegeben.