Band 
Zweiter Theil.
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der gelehrten Welt eine Bibliothek der griechischen Philo-sophen.

So war die Schweiz ihrer hergebrachten literarischenThätigkeit und ihrer ererbten Liebe zu den Wissenschaftennichts weniger als untreu. Gelehrte, Literaten, Schrift-steller, Kanzelredner, Akademien waren die Träger dieseswissenschaftlichen Verkehrs. Selbst diejenigen unter ihnen,deren Ruhm nicht sehr ausgebreitet war, oder die sich inengem Kreise bewegten, trugen durch ein wirkliches Ver-dienst und durch il>re große Zahl zu der Masse der allge-meinen Bildung bei. So erleuchtet in einer großen Stadt,wo die Entdeckungen der neuen Wissenschaft die Nacht ineine künstliche Tageshelle verwandeln, jede einzelne Flammenur einen beschränkten Raum, aber zu gleicher Zeit ver-mehrt sie die wogende Lichtmasse, die sich über die Quais,Straßen und öffentlichen Platze ergießt.

Bis zum Frieden von Achen, 1748, hatten die Kriegeder fremden Mächte mehr nur die Ruhe der Gemüther inder Schweiz , als die Ruhe des Landes gestört. Die in-nern Zwistigkeiten, die häufig, aber nur partiell waren,erschütterten nicht das ganze Land. Wissenschaften undKünste konnten sich in der ersten Hälfte des Jahrhundertsunter dem hinreichenden Schuhe des Friedens ausbreiten:selbst mitten aus den innern Unruhen tauchten soziale Fra-gen auf. Nach außen bildeten die militärischen und diplo-matischen Verhältnisse Berührungspunkte zwischen derSchweiz und den Ansichten des Auslandes; denn die herr-schenden Ansichten einer Zeit dienen der Diplomatie we-nigstens zum Schleier und verbinden sich zuletzt mit derWaffengewalt. Zn dieser, wie in andern Hinsichten, er-fuhr die Schweiz den Einfluß der Nachbarländer. Zm

90) In 4 Bänden. Zürich , 1778.