Band 
Zweiter Theil.
Seite
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Berühmtheit verschafft hat. Der wesentliche Werth die-ses an richtigen Beobachtungen immerhin reichen Werkesberuht auf seinen psychologischen Studien. Keine seinernur zu zahlreichen Schriften kam aber wohl an Popula-rität einem seiner ersten Werke gleich, den auf das Ver-langen der helvetischen Gesellschaft gedichteten Schwei-zer-liedern, bestimmt, daS heranwachsende Geschlecht indie Geschichte seines Landes einzuführen und ihm einepatriotische Erziehung zu geben. Die zürcherischeCensur erließ zuerst ein Verbot dagegen, „weil man denalten Mist nicht wieder aufwärmen solle."

Wie den vaterländischen Gesellschaften, so machte manauch seit langem der Presse den Krieg, und zwar mitverdoppelter Heftigkeit, seit sie ein Vereinigungsmittel dereuropäischen Völker geworden war. Zm nämlichen Jahre,als Montesquieu die Völker über ihre Interessen durchVeröffentlichung des Lsprit üvs lvis aufklärte (1748),wurden durch den zwischen allen kriegführenden Mächtenzu Aachen abgeschlossenen Frieden die bisdahin gegen einan-der feindseligen Länder durch das gemeinsame Band der

20t) Verhandlungen der Helv. Gesellsch. 1766,. S. 10, 8Z—92;1767, S. 7.

205) GervinuS, IV, 173. Die vorzüglichste Lebensbeschreibung Lava-ters ist die von dessen Schwiegersohn herausgegebene: Joh. Kasp.Lavaters Lebensbeschreibung, von seinem Tvchtermann GeorgGeßner, Zürich , 1802 u. 1803. 3 Bde. 8. Damit verbindeman: Beiträge znr nähern Kenntniß und wahren DarstellungI. C. Lavaters, v. Ulrich Hegner. Leipzig , 1836, I Bd. 8.Auch giebt es ein vorzügliches Werk über denselben Gegenstandin französischer Sprache: Lssai sur In vio äs 3ea»-6»spar6I.avaier, vom Verfasser der Soiree» <io I»mil>s, «I'^Ibort 6sIlaller, sie. l-aussnno, 1814, 1 Bd. 8. Eine treffliche Aus-wahl aus LavaterS Schriften ist neulich in Zürich von einem Pa-then des berühmten Mannes, Hr. Professor Johann Kaspar vonOrelli, herausgegeben worden.