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Ideen vereinigt. Von allen Seiten begegneten sich diebedeutenden Köpfe in dem Gebiete, wo sich der Geist vonden Leidenschaften frei macht, oder sie vielmehr beherrscht,indem er sie auf ein nützliches Ziel hin richtet. Vondort drang die Einsicht auch in das praktische Leben hinab.Die unter sich versöhnte europäische Familie genoß fastlieben Jahre lang jenes Glück, welchem Wissenschaftenund Künste die Krone aufsetzten, und aus welchem derWohlstand hervorgieng.
Was thaten nun die schweizerischen Regierungen?
Aller Orten geachtet, sollte die Freiheit der Presseein Asyl in den Freistaaten finden. Aber im achtzehntenJahrhundert war der schweizerische Freistaat minder gast-freundlich gegen sie, als andere Länder. Die stärkste Ari-stokratie, diejenige von Bern , jederzeit der freien Mei-nungsäußerung abhold,-»«) watete sich mit Strenge gegenjeden Versuch zu Gunsten der Preßfreiheit, besondersaber gegen die Kritik, welche die Regierung betraf. Alsder Urheber einer solchen Kritik zur Bezahlung aller Ko-sten, zum Verlust des Bürgerrechtes und zu lebensläng-licher Verbannung aus dem Kanton verurtheilt ward, soschien ihr ein solches Urtheil gelinde und gemäßigt. ImWiederholungsfall ward Name und Dildniß des Schul-digen an den Galgen geheftet.-'") Die Obrigkeiten leiste-ten sich gegenseitig Hülfe in diesem Kriege. Als Berndurch einen seiner Untergebenen in einer zu Solothurn gedruckten Schrift angegriffen ward, so führte es deshalbbittere Klage bei diesem Stande. Solothurn lieferte den
208) VnINemi», Gesch. der Schweiz. Eidgenossenschaft . Bd. vm,S. 202, 203.
207) Daniel Bankauw, 1715. Deutsch . Misstveubnch. Nr. 51, S. 777bis 77S.