Band 
Zweiter Theil.
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einer Klosterzelle aus, die ungeschminkte Natur betrachten;er erkor die Schweiz zu seiuem Vaterlande und trug zuihrem Verständnisse bei. Chamouny in dem ersten durchSaint-Preux 'ö Beredsamkeit hervorgebrachten Rausche ent»deckt; das durch die Bewunderung des jungen de Saus.sure begeisterte Genf ; später die bezwungene Größe deSMonblanc und die ergreifenden Stellen der „Reisen inden Alpen" "§) schloffen — der letzte Erfolg der Wissen-schaft — den Sinn für das, was man vor Augen hatte,auf. Die lange geistige Blindheit für den Reiz, den Gottüber seine sichtbare Schöpfung ausgegasten, wird unsdurch gleichzeitige Zeugnisse, durch die gesellschaftlichenGewohnheiten, -endlich durch die Anlage vieler Städtebezeugt."?)

Wie oft fühlt sich der junge Schweizer , Städter oderHirte — umgeben von dem sammtenen Grün der Mat-ten, Angesichts seiner theuren Alpen, unter dem Schat-

236) Der erste Band erschien 1779. der zwei«« 1786, und die beidenletzten >796.

237) Ueber den geselligen Zustand zu Lausaune vergleiche man denLaute,» äs Vuuck ineineS Freundes Justus Olivier, S. 1220und 1221 , worin er das Wort eines französischen Reisende» an-fuhrt, der 1770 schreibt: „I-'Iiakilaut >Iu ka^a-ele-Vauei eslI'öpoux ö'iiuo Keils tomnio guo lout lo ilioittto aöwirseacvptö I»i." Gin Greis , i» seiner Jugend Tissot'S und Gib-bon'« Zeitgenosse und wohl bekannt i» den höheren geselligenKreise» zu Lausanne , Professor Levadc, hat mich versichert, manhabe zu jener Zeit nnd nnter jenen Leuten nie von einer schönenAussicht gesprochen. Viele Häuser in günstig gelegenen Quar-tieren Lausanne'S hatte» »ach der See- und Bergseite hin nuruntergeordnete Räume und schmale Lichter. Voltaire waz: fürsolche Reize empfänglicher. In der neuer» Zeit ist der Genußder Naturschönheiten zur Wissenschaft, zu einer Sucht, zum Ge-genstand eines mannigfaltigen und einträglichen Erwerbes gewor-den. Ulrich Hegncr schildert in seiner Molkenknr mit seinembeißenden Wltze diese Wissenschaft neuer Erfindung.