Band 
Zweiter Theil.
Seite
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ten der Bäume, am Ufer murmelnder Wasser, odergehoben durch die Berglust und durch das Wehen der Frei-heit — in seinem Innern durch daS Licht der Kunst,den Abglanz des göttlichen LichteS, erleuchtet. Die heitereRuhe der Urkantone, und die Träumereien des Hirten-lebens, die ungekünstelte Frömmigkeit und die Pracht deSGottesdienstes scheinen hier häufiger, als anderswo, selbstbei dem schlichten Landmann das künstlerische Talent zuerzeugen. Ein Name, der nicht über sein Thal hinaus-reicht, oder besser die andächtigen, vor einem Altar, ineiner bescheidenen Kapelle, auf seine Arbeit geheftetenBlicke genügen dem Künstler. Als solche zeigen sich uns"°)im eigentlichen Schweizerlande Steiner von Arth, derdie schöne Kirche dioscs Fleckens erbaute und das Altarge-mälde in dieser, so wie dasjenige in der Kapelle der Jung-frau Maria zum Schnee auf dem Rigi mahlte; aus demDorf Einsiedeln allein, der Landfchaftsmahlcr Kälin unddie beiden Bruder Curiger, Versertiger von Basre-. liess. Wolf, von Muri, verließ Konstanz, Augs-burg, München, Passau , und drang selbst zur Winterszeitbis zu den Gletschern, bis zu dem ewigen Schnee, oderin Abgründe vor, um jene wilde Natur getreu darzustellen.Würfet) von Vuochs in Nidwalden , ein Zögling Romsund Neapels , lange Zeit Professor an der Mahlerakade-mie von Besancon , schmückte nach seiner Rückkehr in dieHeimat Kirchen in Luzern , im Engelberger Thal aus,und mahlte für die Regierung zu Sarnen Niklaus von

238) In dem Folgende» führen wir nur einige berühmte, oder wenig-stens ehrenvoll bekannte Namen an. — Quellen: Joh. CasvarFüeßlin'S Geschichte der besten Künstler in der Schweiz, Zürich ,1769—1779, 5 Bde. 8. — Lutz, Nekrolog. — Lutz, moderneBiographien.

239) G. Meyer von Knonau, der Kanton Schwyz , 187—169.