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laufes mehr als einmal mit einer andern Streitigkeit,die von dem Ehrgeiz und dem Geist der Unordnung aus-gebeutet ward. Die Einwohner der wilden und düsternGegend, in welcher das prächtige Kloster Einstedeln glänzt,Unterthanen von Schwyz , waren dieser Abtei zu verschie-denen Diensten verpflichtet. Ihre zwiefache Abhängigkeitmachte, daß sie den Einflüsterungen jedes Aufwieglersgeneigtes Gehör schenkten. Entscheidungen von Landsge-meinden, Neversalien, Briefe, Siegel, goldene Bullen,auf Pergament geschriebene Urtheile,'") bezeugten,, wieoft'") solche Streitigkeiten von neuem ausgebrochen wa-ren, die immer da entstehen, wo unter den von NaturGleichen ein Herren- und Unterthanenverhältniß besteht-Durch unzufriedene Schwyzer, oder durch solche aufge-stiftet, die gern im Trüben fischten, nahmen i. Z. 1764 Be-wohner des Dorfes Einstedeln und andere aus der Nach-barschaft, da sie sich in Folge nächtlicher Versammlun-gen'") hinreichend stark hielten, um das Zoch von Schwyz und des Fürst-Abtes abzuschütteln, Freiheiten in Anspruch,für welche sie keine geschriebnen Urkunden besaßen. DieRegierung bestrafte die Aufrührer, „aber gelinde," ver-sichert ein Berichterstatter der herrschenden Klasse,'"")„nicht, wie sie es verdienten; denn als Aufrührer hattensie nach unsern Siegeln und Briefen den Tod verdient.
177) LandSg. Prvt. vom 25. November 1761.
178) Unter anderm >697 und 1699.
179) Wie es zu geschehen pflegt, erhitzte man sich gegenseitig durchheftige Aeußerungen: der Eine sagte, man sollte alle Conventua-len der Abtei im Zürchersee ertränke»; ein Anderer, mau solltesie lebendig verbrennen. Nach der Erzählung eines einheimischenätirchengeschichtschreibcrS ertränkte sich der erste Im Zürchersee, derandere kam ln einem brennenden Aohlenhaufen um. Gesch. uns.werth. Vaterl. Fol. 121.
180) Benz Guter.