Band 
Zweiter Theil.
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besteht zwischen allen Obrigkeiten in der Welt ein natür-liches Bündniß gegen die Völker; eine Herrschaft unter-stützt die andere, nur ihr werden die Garanten zu Hülfekommen; sie werden nicht die Richter, sondern die Rächerdes Rathes sein." "") Kurz vorher hatte freilich ein wohl-wollender Minister des Königs von Frankreich , der Her-zog von Praülin, gegen den Agenten deü Hofes „seinenaufrichtigen Wunsch, die Parteien zu versöhnen und beidenbillige Genugthuung zu verschaffen," ausgesprochen."")Sein Nachfolger, der Herzog von Choiseul , ein Feind derFreiheit, stimmte um dieser Abneigung willen besser mitdem Residenten Hennin überein. Crommclin, der Unter-händler des Rathes am Hofe von Versailles, unterhieltdiese Stimmung bei dem Minister und klagte seine Mit-bürger des Strebenö nach der reinen Demokratie an.Nun aber, da zwischen Demokratie und Aristokratie ge-wählt werden mußte, konnte Frankreich nicht zweifelhaft sein.Das Beispiel eines unruhigen Freistaates an den Gren-zen des Königreichs, die Aufruhr predigenden Schrift-steller und die protestantischen Geistlichen, welche für dieProvinzen, in denen die katholische Religion nicht allge-mein geworden war, gefährlich waren, flößten jener MachtBesorgniß ein. Sie wünschte also, „die Gewalt möchtevorzugsweise in den Händen einer aufgeklärter« Behördebleiben, die darum auch (so dachte sie es) dem Einflüssemehr unterworfen sei, welchen auf die Regierung dieserkleinen Republik zu behaupten dem Könige wichtig war.Allein (wir fahren fort, die Verhaltungsbefehle, welcheder Ritter von Veauteville von, Hofe erhielt, auszuschrei-ben), da der König das genferische Volk sich nicht ent-

149) l'sbivsu iiislor. 234, 235.

150) Der Minister an Hennin, 9. Febr. 1766.