284
sich genöthigt sähen, die Garantie in Anwendung zu brin-gen, unter Berufung auf den Wortlaut der Mediation,'^)in Erinnerung, daß nur Truppen von Zürich und Bern die Stadt Genf betreten dürften.'"") Eine Partei imRath der Zweihundert pon Bern machte lange Anstren-gungen, um die Verträge zwischen dem König von Frank-reich und den Kantonen aufzuheben, in der Absicht, Genf unter den Schutz Englands zu stellen."") Vor und wäh-rend seines kurzen Ministeriums hatte der Herzog vonRichmond einigen Gliedern der gcnfcrifchcn Regierung denVorschlag gemacht, England um seine Mitwirkung beider Vermittelung anzugehen; allein sie schlugen eS rund-weg ab."')
Ungeachtet der Spaltung und Schwäche der Schweiz schenkte man einem ihrer kleinsten Staaten doch so großeAufmerksamkeit in der europäischen Politik. Der fran-zösische Minister stimmte einen andern Ton an. „DerKönig, schrieb er an den Botschafter, findet eS, ohne seineGrundsätze zu ändern, an der Zeit, daß Sie von nun anbei der Erörterung, wie die Versöhnung zu bewirken sei,mehr Gefälligkeit und Rücksichten beweisen." Indessen
188 ) Art. I S.
169) Er sag! i» seinem, ausschließend an Zürich und Bern gerichtele»Schreiben vam >6. Juli 1788: „I. M. ist überzeugt, daß EuerBenehmen in diesem schliche» Handel Euch Gelegenheit gebenwird, dem aufmerksamen Europa einen neue» Beweis rwn jenemGeist der Gerechtigkeit, des Muthes und der Müßigung zu gebe»,welcher Eure Regierung auszeichnet und welcher Euch verdienterWeise die Achtung aller Mächte erwarben hat." Geusf-Bücher,Nr. 30, S. 395-397.
17N) Frisching war das Haupt dieser Partei. Heun!« an den Mini-ster, 22. Oktober 1766.
171) Beanteviiie an den Minister, 22. Oktober 1766.
172) Der Minister an Bcauteville. 6. Juli. Der I'Ian <Io convilis-lioo envaxü par !H. Is odovalivr clo Iloaulvvillo an den Mi-