Band 
Zweiter Theil.
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Während der Unruhen in Schwyz, Zug, Luzern , Bün-den, Neuenburg und Genf konnte die fremde Diplomatie,ohne dem gegenseitigen Mißtrauen der eidgenössischen Orteoder der Zugewandten zu schaden, dasselbe mit leichterMühe unterhalten. Zehn Jahre lang war von der Er»Neuerung des französischen Bündnisses nicht mehr die Rede.Der Gedanke ward 1772 von dem Ministerium Ludwigs XV.wieder aufgenommen.

Gerade in diesem Jahr verbreitete die erste TheilungPolens die Meinung in Europa , die schwachen Staatenseien den mächtigen Preis gegeben. Die Blicke richtetensich auf die Schweiz . Die Politiker von Beruf sahen ihreTheilung voraus. Dieser Gedanke gieng aus den vonieder Beschränkung freien Blättern Englands in deutsche,der Censur unterworfene Journale über.!') Die Schweiz ,zu sehr daran gewöhnt, ihr Bestehen an den Willen desAuslandes zu knüpfen, gerieth in Unruhe, sogar indemsie diese Gerüchte widerlegte.'") Sie horchte auf die lei-sesten Aeußerungen der Botschafter und beobachtete ängst-lich die Bewegungen in der Nähe ihrer Grenzen, selbstdann, wann dieselben nicht gegen sie gerichtet schienen,wie 1774, als sich die östreichischen Truppen in Schwa-ben zusammenzogen. Der Kaiser, hieß es, und der fran-zösische Botschafter wiederholte diese Aeußerung, wolle denalten Glanz dieses HerzogtbumS herstellen; er ließ alleLändereien bis in die Nähe von Konstanz ankaufen, auch

0) Von Baden-Durlach. Manual des geh. Rathes von Bern . Nr. 5.S. 57 u. 88.

Hau. Der König von Polen bat die Eidgenossenschaft umsonst,steh bei den Höfen von Wien. Berlin und Petersburg für Rückgabeder ihm entrissene» Provinzen zu verwenden. „Die Zeit war vor-bei. sagt H. v. Tillier, wo die Schweizer bei den Händeln der Für-sten lhr Schwert tu die Wagschale legten " V, 276.