334
Es vermuthete ein geheimes Einvelsta'nVniß zwischen derqenferischen Demokratie und dem Republikanismus, dersich in Zürich rührte.
Fünfzehn Jahre lang nach dem Abschluß des Vertra-ges von 1777 suchte Neuenburg, von dem König vonPreußen und von Zürich und Bern unterstützt, unermü-det um die Aufnahme in den Bund nach. Der Königerklärte, er wünsche für Neuenburg nur die Wohlthatder Neutralität und die durch den Vertrag dem ganzenschweizerischen Volke erworbenen Vortheile; dagegen we-der Sitz und Stimme auf den Tagsatzungen, noch irgendeinen Antheil an den innern Angelegenheiten der Schweiz ,nicht einmal an den Berathungen über die Gegenständedes Vertrages. 2 ') Neuenburg schrieb alljährlich an dieKantone, um Stimmen zu gewinnen, an den Vorort, umihn von den geschehenen Schritten in Kenntniß zu setzen,oder ihm zu rathen, was nach der Meinung deS HofeSzu thun sei:") bald schickte dieser Stand Abgeordnete andas Syndikat oder an die Tagsatzung, um seine Bitte zuunterstützen,") bald unterließ er eS, einem unvorhergese-henen Hinderniß weichend,") oder a»S Nachgiebigkeit ge-gen die Eidgenossenschaft.") Die meisten kleinen katholi-schen Kantone setzten sich beharrlich seinen: Wunsche ent-gegen, oder wenn sie auch versprachen, denselben zu un-
81) Der König von Preußen an Zürich , 24. Märj 1782.
82) Der StaaiSrath von Ncneiiburg an Züilch, I. Juni 178.1.
83) Derselbe an dasselbe, 10. Juni 1782.
84) >784 stellte ein Zwischenvorfall ln Wallls bei Anlaß des Todeszweier Neuenbnrger und der Ausübung des AbzugSreclne« sogardas schweizerische Jndigenat NeuenbnrgS in Krage. Itvlalioii <Ivev <>>iv Iv sevrvlolro >In I'ninliasnailv (1rn»i'»>«<!) » nbsvrvv,Is liiiis iiilvress»»! zivixiniil «o„ «gsnur ü >» Ilivlv (Iv b'rniiv»-1sl<> vn 1784 ol 1781. Suissv, bto. 417 ». 418.
81) Neuenburg an dle Tagsatznng zu Frauenfeld , 21. Jnnl 1767.