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Am Vorabend der Feierlichkeit beriethen sich die refor-mirten Gesandten, ob sie wahrend des Hochamtes abtrete»sollten. Sie beschlossen zu bleiben: ihr Abtreten würdeeine Störung verursachen; die Sitten sind auch in Sa>cheu der Religion in diesem Jahrhundert milder geworden;besonders wahrend der letzte» zehn Jahre, niemand wirdaus ihrer Anwesenheit wahrend der Messe Folgerungenziehen; es wird ihnen freigestellt sein, zu sitzen oder zustehen, außer bei der sogeheißenen Elevation. Sosprach der Geist der damaligen Zeit.
Am Morgen des 25. ertönten vier und zwanzig Kano-nenschüsse; die Tagherren versammelten sich; durch denGroßweibel angekündigt verfügten sie sich in langem Zugezwischen zwei Reihen Soldaten hindurch nach der Woh-nung des Botschafters, begleitet von Legationsrathen undAdelige», Waibeln zu Pferd und zu Fuß, voran eineKriegsmusik. Die Gesandten wurden von den Sekretärendes Botschafters empfange» und bis vor die Wohnungdesselben geführt, von da bis oben an die Treppe durchdie Verwandten deS Herrn de Vergennes. Hier beimEingänge des LudwigssaaleS empsieng sie der Botschafterin Person; hinter ihm reichten eine Menge Gesandtschafts-vfsiziere, Leute von hohem Rang und vom Adel den Ab-geordneten die Hand. Im Saale nahm der Botschafterseinen Sitz zwischen Zürich und Bern ein. Escher hielteine deutsche Rede, die der Dolmetscher des Königs über-setzte und auf welche der Botschafter antwortete. DieAblesung deü Vertrages, die Auswechselung der Unter-schriften fanden in einem andern Saale bei verschlossenenThüren statt. Dann verfügte sich der Zug unter demDonner des Geschützes nach der Kirche. Nach dem