Band 
Zweiter Theil.
Seite
360
JPEG-Download
 

— 360 —

rische Tendenz hervor und verbot sie zu kaufen und zulesen?)

Der erste der Artikel, der den zürcherischen Kriegs-sond betraf, machte lebhaften Eindruck auf den Rath.Dieser Fond, ursprünglich dazu bestimmt, den ärmernMilizpflichtigen Uniformen zu verschaffen, wurde zu an-dern Dingen verwandt, und alle Milizpflichtigen ohneUnterschied wurden angehalten, sich auf ihre Kosten zubewaffnen und zu bekleiden. Der Publizist stellte dieseVeränderung als ein Unrecht gegen die weniger Begüter-ten und die Landschaft dar. Die Regierung war um somehr über diese Anklage entrüstet, als der Kriegüfondaus Beiträgen zusammengelegt war, welche die größten-theils schlecht, oder gar nicht besoldeten Beamten bei ihrerErwahlung leisten mußten, und sie sich daher berechtigtglaubte, demselben eine andere Bestimmung zu geben.Von einer andern Seite schien ihr die Bekanntmachungdieser Veränderung ein Verbrechen, weil sie besorgte, daswegen des Geheimnisses, in welches die Verwaltung gehülltwar, mißtrauische Landvolk könnte dadurch unruhig wer-den. Die zweite Abhandlung, welche neben bedeutendenUnrichtigkeiten und gewagten Berechnungen merkwürdigeThatsachen über den französischen Schweizcrdienst enthielt,beunruhigte die Beförderer des unlängst so sehr angefoch-tenen Bündnisses?)

Jahrhunderts). General-Etat der Volksmenge der Stadt und Land-schaft Bern . Th. VI des Briefwechsels, Nr. 31 und 32.

3) Weisungen der Censur-Kammer.

4) Meyer, 404, 405. Die zwei Aufsehen machenden AbhandlungenSchweizerblut und Volksmenge des Kantons Zürich erschienen 17 öi)im 32. Heft von Schlözers Briefwechsel, VI, S. «7-82; ,02—10«. Der erste Artikel beginnt mit folgender Anekdote: „Manerzählt der MarguiS de Louoois habe einst zu Ludwig XIV . i»Gegenwart des Generals Stnppa gesagt: Sire! wenn Euere Ma-