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amten sorgfältig bemüht, den geringsten Keim von Unzu-friedenheit zu ersticken; viele Pfarrer hielten ihre Gemein»den durch ihre Ermahnungen im Zaum, oder erreichtendies durch ihre Verzeigungen. Die nur aus Stadtbür-gern bestehende Geistlichkeit diente der Regierung als eindie ganze Landschaft umspannendes Netz."») Währendmehrere Landvögte zu beruhigen suchten, spotteten Andere,besonders junge Herren vom Adel, über die NeuerungS-versuche. Sie hielten das Ansehen der Regierung zu festbegründet, als daß es durch einige witzige Flugschriftenerschüttert werben könnte. Die Regierung, sagten sie,hat die Ehrenmänner und Güterbesitzer für sich, gegensich die Schöngeister, die Gelehrten, die verbrannten Köpfeund die Halunken und Lumpen."")
Die Untersuchung bewies, daß der größte Theil derAngeklagten aller Klaffen in redlichen Absichten gehandelthatte. Ihre Zusammenkünfte hatten den Zweck, sich überdie Art und Weise zu verständigen, wie sie ihre Klagenan die hohe Landesobrigkeit wollten gelangen lassen. Sieglaubten, es sei Kindern gestattet, ihren Vätern ihre An-gelegenheiten vorzulegen. Mehrere erklärten, daß, weildie Regierung dieses Verfahren mißbillige, sie sich dessenin Zukunft enthalten würden. Die Hauptangeklagten wie-sen die Zulage, als hätten sie Unruhen zu stiften beabsich-tigt, lebhaft zurück; auch batten sie den Entwurf nurredlichen und einsichtigen Männern mittheilen wollen. Uc-berdieü legten sie wenigstens in den im Dunkel des Ge-
429) Deka» Äscher, zu Psäfsikon, an Seckelmelsler Weiß, 20. Novem-ber; Pfarrer Bey«! zu Fehraltorf , an Landvogt Äscher, 2>. No-vember; Äscher, Landvogt zu Kyburg, a» den kleine» Nach, 12.und 18. Dezember.
430) Orell, Landvogt zu Wädenschweil, an Weyß, >9. Dezember 1784;derselbe an Rathssubstitul Landolt, 8. Januar 179ö.