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wie Ihr sehet, giebt es Leute, die, wenn sie sich uns an-schließen, sich einbilden, von allem Zehnten frei zu sein.Handelt dergestalt, daß man der Reformation nicht nach-reden könne, sie habe Jemandem Schaden verursacht" ^).
Als dieser Brief in Moutiers anlangte, war Farelbereits nach Bonneville hinabgezogen, und disputirtemit dem Pfarrer. Bonneville, an der Gränze des Bis-thums Lausanne , gehörte noch zu demselben. Der dortigeRath beschloß, die Entscheidung des Streites an den Bi-schof zu weisen. Farel, der sich darauf freute, das Evan-gelium im Herzen des Sprengels und unter den Augendes Prälaten zu predigen, reiste mit leichtem Herzen nachLausanne. Bern sandte Abgeordnete an die Bürger mitder Bitte, sie möchten ihn günstig aufnehmen. Aber dieHerren von Lausanne erwiesen sich nicht weniger klug,als die Räthe von Bonneville. „Wir haben das Rechtnicht," antworteten sie wie bereits im vergangenen Zahre,„einen Prediger die Kanzeln unsrer Kirchen besteigen zulassen. Das geht allein den Bischof und das Kapitel an."Bei allem Eifer sah Farel ein, daß er auch dießmal un-verrichteter Dinge abziehen müsse. Er ging daher nachNeuenburg.
Siebzehn Zahre lang hatte Zohanna von Hochbergdie Wiedererstattung Neuenburgs verlangt, und abwech-selnd bald die Gerechtigkeit, bald das Mitleiden der Kan-tone angefleht. Endlich ließen sich diese erweichen. Bern und Franz I. hatten die Sache der Witwe so warm ver-treten, daß die Tagsatzung endlich einwilligte, der Zo-hanna ihr Eigenthum zurückzugeben. Die Wiederein-setzung geschah unter freiem Himmel im Schloßhofe, am
18) Berner Archive, kuckst H. 192. — Okoupsrä, vis äs ksrel.Uss.