Band 
Erster Theil.
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zögen, schmaler Stirne, einer bleichen, von der Sonneverbrannten Farbe, um das Kinn zwei oder drei Büschelrothen, schlecht gekämmten Bart, ein flammendes Augeund ein ausdrucksvoller Mund ^); — so sich der Mannaus, der nun von Neuenburgs Straßen und öffentlichenPlätzen Besitz nahm. Alle Gebrechen, die an der, Ord-nung der Dinge hafteten, welche Farel bekämpfte, warenseine beredten Vorläufer. Das Leben der Chorherren,einmal ans Tageslicht gezogen, konnte dessen Helle nichtertragen. Das der Mönche war nicht weniger abscheu-lich. Unweit Neuenburg bestand eine Prämonstratenser -Abtei, welche im Zahr 1143 von einem Ordensmannvorn Zouxsee gestiftet worden; sie führte ihren NamenFontaine-Andre von der Quelle, in deren Nähe sie lag,und von einem heiligen Bischof von Lausanne. DiesesHaus besaß viele Zehnten. Der große Reichthum derMönche hatte zwischen ihnen und den Chorherren zuNeuenburg Krieg angefacht; in ihrem Eifer, sich gegen-seitig zu schaden, gab es keine Schändlichkeit, die sie nichtüber einander erzählt hätten. Ich weiß nicht, ob vonden Ordensleuten zu St. Zohann, Bevaip, Corcelles undMöllers Besseres gesagt werden konnte.

Anderseits wurde die Reform von Bern empfohlen,dessen Gesandte sie oft zum Gegenstand ihres Gesprächesmachten. Der Eine von den Vorstehern der Republik ,Zakob von Wattenwyl, hatte die Herrschaft von Colom-bier an sich gebracht, und trat vermöge seines Lehensin die Stände des Landes. Die Neuenburger, die mitden Bernern den Feldzug von 1529 gemacht hatten,brachten zum größten Theil den Glauben ihrer Verbün-

22) Ein gutes Portrait von Farel wird in dem Saale der Herren.Geistlichen zu Neuenburg aufbewahrt.