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deten im Herzen zurück. Farel fand daher in Neuenburg mehr als einen geheimen Freund seiner Sache.
Ein solcher war Emer Beynon, Pfarrer zu Serviere.Farel wohnte bei ihm. Da Beynon den Muth nichthatte, ihm seine Kanzel zu überlassen, so predigte Farelvor der Halle der Kirche. Viel Volk aus Neuenburg war herbeigelaufen; er wurde in die Stadt geführt undhielt bei der tlroix llu marells seine erste Predigt.Die folgenden Tage predigte er auf den Plätzen, vor denThüren und in den Häusern. Zene Mysterien der gött-lichen Liebe, welche in den vor dem Volke aufgeführtenSchauspielen entweiht worden waren, legte Farel in ihrerEinfachheit den Zuhörern ans Herz. Er selbst war ammeisten über den Eifer erstaunt, womit man ihn an-hörte. Einige Stimmen fragten, warum das WortGottes nicht im Tempel verkündigt werde; sogleich führtedas Volk trotz des Widerstandes der Priester Farel indie Spitalkirche. «Wie einst Christus, bemerkte der„Prediger, armselig in einem Stalle geboren wurde, so„scheint auch hier zu Neuenburg das Evangelium unter«den Armen geboren werden zu sollen." Als er einigeTage später, am 23. Okt., vor seinen Zuhörern verlau-ten ließ, daß sie dem Evangelium nicht minder Ehrfurchtschuldig seien, als die Papisten der Messe, und daß,weil diese in der Hauptkirche gelesen werde, auch dieVerkündigung des Wortes Gottes daselbst statt finden sollte,so führten sie ihn mit großem Tumulte zur Kirche, be-mächtigten sich derselben mit Gewalt, und ließen ihn dieKanzel besteigen, wo er eine der hinreißendsten Predigtenhielt, die er je vorgetragen. Er griff die Mißbräucheder römischen Kirche mit solcher Heftigkeit an; er setztedie Uebereinstimmung seiner Lehre mit derjenigen desEvangeliums so klar auseinander, daß das Volk, plötzlich