Band 
Erster Theil.
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in den größten Eifer gerathend, laut zu rufen anfing:»Wir wollen die evangelische Religion, wir und unsere»Kinder wollen in ihr leben und sterben"; und ohne Ver-zug fielen sie über die Bilder her, und ließen nurTrümmer übrig. Die Heftigsten dabei waren die Kriegs-leute, die mit den Bernern den Genfer Feldzug gegenden Herzog von Savoyen gemacht, und erst seit einigenTagen zurückgekehrt waren. Sie ließen keinen einzigen Al-tar stehen. Der Statthalter suchte umsonst zum Wortezu kommen. Die vier Ministraux selbst standen, in soferndie Berichte wahr sind, auf Seite des Volkes und leite-ten insgeheim seine Bewegungen. Eilig kamen Berni-sche Abgeordnete, schüchterten den Statthalter noch völligein, hielten eine Bürgerversammlung und ließen über dieReligion abstimmen. Mit einer Mehrheit von achtzehnStimmen wurde die Reform eingeführt und die Messein Neuenburg abgeschafft.

Noch hoffte der Statthalter die Leute in den Dörfernfür die überwundene Sache zu gewinnen, und mit ihrerHülfe das Werk der Bürgerschaft umstürzen zu können.Allein schon predigte Farel auf dem Lande. Zu Cor-celles veranlaßte seine Gegenwart einen Auflauf; zu Be-dach, wo man ihn begierig anhörte, umringten die Mönche,die alle ihre Anhänger von Boudry und dessen Umge-bungen herbeigerufen hatten, die Kirche, zwangen ihnvon der Kanzel zu steigen und jagten ihn mit Schlägenfort. Nichts desto weniger nahmen Corcelles und Bevachnach einiger Zeit die Reform an. Bald sahen die Neuen-burger Farel erschöpft, abgezehrt, blutspeiend, fast un-kenntlich nach Neuenburg zurückkommen. Er war inSt. Blaise gewesen, wo ihn der Pfarrer einen Ketzergescholten; der Ortsvorsteher sogar gerufen, man solleihn hängen, und das aufgewiegelte Volk wüthend sich