Band 
Erster Theil.
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stürzte das Volk in die Kirche, warf Kreuze, Altäre,Bilder um und zerschlug die Wappen seiner Fürsten. Reli-quien, Bücher, Fensterscheiben, alles, was auf den altenKultus Bezug hatte, wurde zerstört. Dann strömte dasVolk nach den Häusern der Chorherren, worin es ebenso hauste; zuletzt zog es kühn vor das Schloß und ver-langte Genugthuung für den Schimpf, welcher dem An-stande, der Religion und ihrem Diener angethan worden.Furchtsam ließ die Gräfinn in aller Eile Bern von demgroßen Unrecht benachrichtigen, das man gegen sie ver-übt. Bern zögerte mit seinem Spruche ein ganzes Zahr.Dieser sicherte endlich den Reformirten freie Ausübungihres Kultus zu und »erfüllte sie, den Schaden zu ver-güten, den ihr Einfall in die Kirche und bei den Chor-herren verursacht hatte. Bald war die Schloßkapelle nochdie einzige Zufluchtsstätte des Katholizismus im LandeValangin .

Vom Rüz-Thale drang die Reform auch in die Ge-birgsgegenden hinauf, zu den gewerbsfleißigen Hirten vonLocke und den Jägern von La Chaux-de-Fonds . DieLeute in den Brenets vertauschten die Bilder ihrer Kirchean zwei Ochsen, welche ihnen von frommen Katholikenaus der Freigraffchaft angeboten worden, bei welchem Tau-sche beide viel gewonnen zu haben glaubten. Noch bliebdas Travers-Thal übrig. Es war bisher den Anstren-gungen der Chorherren zu Neuenburg, welche sich dahinzurückgezogen hatten, gelungen, die bevorstehende Revo-lution zu hintertreiben. Doch der Tag kam schnell heran,an welchem das ganze Land, ausgenommen Cressier

24) Zu Cressier entschied der Dorfhirt, den man hatte holen lassen,für die alte Religion.