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von Hugonin d'Arnex; bald darauf rührte Gott ihr Herz;sie und ihr Mann nahmen die Reformation an.
Sieben Kirchen und zwei Klöster zeugten von der altenGröße der Stadt Orbe und der Frömmigkeit ihrer Ein-wohner. Die zahlreichen Priester, welche in diesen Mauernwohnten, wetteiferten im Kampfe gegen Farel. Sieschrien, er habe seine Macht nur von den Bernern undsei nicht im Stande gewesen, auch nur den geringstenSatz von Juliani zu widerlegen. Als die Bernergesand-ten dieses hörten, ließen sie den Rath versammeln. „Esscheint, sprachen sie, daß man dem Vortrug unsers Pre-digers die Ohren verschließt, nachdem man dem Mönchemit Aufmerksamkeit zugehört hat. Wir verlangen, daßFarels Widerlegung ebenfalls angehört werde; zu demEnde befehlen wir, daß seder Familienvater unter Strafeunserer Ungnade zur Predigt gehe."
Zwei Tage dauerte der Gehorsam; am dritten hatteFarel außer der geringen Zahl der Reformirten keine Zu-hörer mehr. Diese kleine Heerde nahm am Pfingstfeste,den 28. Mai, zum ersten Male das heil. Abendmahl.Alle empfingen es knieend aus Farels Hand. „Vergebetihr euch gegenseitig euere Sünden, wie Gott euch ver-geben hat?" fragte er sie unter andern,; als alle mit jageantwortet, theilte er das Brod und den Wein, alsPfand der Liebe Christi, aus. Es befand sich unter denen,welche diesem Feste beiwohnten, ein Mann, der zu großenHoffnungen berechtigte. Peter Viret war vor kurzem vonParis zurückgekommen, wo er seine in Orbe begonnenenStudien vollendet hatte. In schwächlichem Körper besaßer eine außerordentliche Gewandtheit des Geistes. Ueber-dieß war sein Wesen so voll Ueberzeugung und Anmuth,daß er von Jedermann gerne gesehen war. Seine viel-fachen Kenntnisse legte er in der Unterhaltung ungekünstelt