Band 
Erster Theil.
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brechen: diesmal waren es die Priester, die in Waffenherbeiliefen, den Statthalter an der Spitze. Fromentwollte fortfahren. „Um Gottes willen, rief man ihm zu,laßt es nicht zum Blutvergießen kommen!" Gleich-zeitig nahm man ihn von der Bank herunter, und ver-barg ihn. Auch er wurde gezwungen, die Stadt zuverlassen. Am folgenden Morgen verkündigte man inGenf , daß bei Strafe, dreimal gewippt zu werden, ver-boten fei zu predigen.

Was sollte aus der kleinen Zahl der Freunde desEvangeliums werden? Sie befahlen ihre Sache Gott , undfuhren fort, sich bald in diesem, bald in jenem Haufe zuversammeln. Kamen Fremde durch Genf , die gelehrterwaren als sie, so baten sie dieselben, ihnen die hl. Schrif-ten auszulegen. Von Feinden umringt, waren sie glück-lich durch ihren Glauben, und liebten sich wie Brüder.Zn ihrer Begeisterung faßten sie den Wunsch, das Abend-mahl mit einander zu nehmen. Sie hatten zwar keinenPfarrer; aber sahen sich die ersten Christen nicht alle alsPriester an, und brachen sie nicht aller Orten das Brod,unter der Leitung des Mannes, welchen die Versammlungdazu erkoren hatte? So wählte auch die werdende Kirchevon Genf Guerin, seines Berufs ein Mützenmacher,um von ihm den Kelch des Herrn zu empfangen; er mußteaber gleich darauf die Flucht ergreifen. Als kein Freundder Reform mehr seine Stimme erheben durfte, ohnesogleich aus der Stadt verwiesen zu werden, begaben sicheinige der eifrigsten Bürger nach Bern , den Schutz derRepublik anzuflehen. Die gnädigen Herren von Bern schrieben an die Herren in Genf , und forderten als Be-dingung ihrer Freundschaft, daß sie die Predigt des Evan-geliums nicht hinderten. Als dieser Brief verlesen wurde,entstand Verwirrung und Tumult im ganzen Rathe. Die