Band 
Erster Theil.
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Priester versammelten sich bei St. Peter. Mehr alszweihundert Katholiken traten in den Rathssaal. Sie be-klagten sich über einige Männer, die mit Gewalt einenneuen Glauben einführen wollten, und sogar den Rathzu Bern um Hülfe angesprochen hätten. „Wir bitten euch,„sagten sie, uns die Namen derer, welche nach Bern ge-gangen sind, anzuzeigen; uns mitzutheilen, ob sie als„Abgeordnete des Rathes dort gewesen, und was sie zurück-gebracht haben, damit wir urtheilen können, ob sie nichts„gegen die Wohlfahrt der Republik gethan haben." DieSyndics antworteten, sie beschäftigen sich mit der Sache.„Nun, schrie Moine, so richte man!" — „So richte man!rief ihm die Menge nach; wir haben den Herren vonFreiburg gelobt, daß wir nach der Weise unserer Väterleben wollen. Man denke einmal daran, dieß Versprechenin Vollziehung zu setzen." — „Richtet! riefen alle nocheinmal mit erhobenen Händen. Wir werden euch unter-stützen; wir wollen nicht von denen beschimpft werden, dieuns Papisten und Pharisäer nennen, und mitten unteruns eine besondere Sache haben." (25. März.)

Drei Tage nachher besprach sich der Rath über die Ant-wort an die gnädigen Herren zu Bern , als es plötzlich hieß,die Priester und ihre Anhänger hätten sich bei St. Peterversammelt, während die Reformirten bewaffnet sich imHause von Baudichon und in der Ikue üeszusammengeschnürt, wo der größte Theil von ihnen wohnte.Indeß wogte die Menge tumultuarisch gegen den Molard.Als Peter Wandel zum Frieden sprechen wollte, traf ihnein Dolchstich. „Zu den Waffen, zu den Waffen!" schrieman. Jetzt zogen die Priester, welche diese Tragödieeingeleitet hatten, die Sturmglocke und stürzten in starkenwohlbewaffneten Banden nach dem Molard unter Absingendes Vexilla re^is proüeullt, und dem Schutz der heil.