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Jungfrau sich empfehlend; sie versuchten mit dem Ge-schrei „ Nach dem Molard! nieder mit den Lutherischen!"daö Volk zu bewegen, sich ihnen anzuschließen. Ihre Zahlwurde auf Zweihundert geschätzt. Die ganze Stadt zoghinter ihnen her. Das Geschütz wurde herausgefahren.Mit dem Federbusch auf dem Haupte trat Baud, einerder SyndicS hervor; Perceval de Pesme brachte das großePanner. Damit kein Lutherischer entkomme, wartetensie, bis die Bewohner von St. Gervais über die Brückenzu ihnen stießen, und bis ein dritter Haufe, angeführt vondem Chorherrn de Vegia, durch die Dreikönigsgasseaus der obern Stadt Herabstiege, um die Häuser der Re-sormirten anzuzünden. Die Herren der Kirche ordnetenihre Haufen, so gut eS gehen wollte. Die Erbitte-rung war so groß, daß sogar Weiber in die Reihen tra-ten ; andere trugen Steine herbei; selbst die Kinder liefenihnen auf ihre Art bewaffnet nach. Der Sohn zog gegenden Vater, die Mutter gegen die Tochter. Die Refor-mirtcn, nicht über sechszig an der Zahl, hielten sich ge-schlossen. Ihre geringe Anzahl überschauend, sagten dieeinen: „Wenn Gott nicht für uns ist, so sind wir ver-loren." — Andere antworteten: „Wenn Gott für uns ist,wer mag wider uns sein?" Dann reihten sich alle, ihreSache Gott empfehlend, in guter Ordnung, und gelobtensich, eher zu sterben, als nur einen Schritt zurückzuwei-chen. Der Angriff geschah, als die Einwohner von St. Ger-vais die Brücken überschritten. Claude von Genf und einigeandre Reformirte empfingen sie mit gewaltigen Schwert-streichen, und trieben sie, arg zugerichtet, in ihre Häuserzurück. Als der Chorherr de Vegia, welcher die Drei-Königsgasse herunterkam, sie fliehen sah, wagte er nicht,sein Vorhaben auszuführen, und vereinigte sich mit denHaufen auf dem Molard.