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die Degen; doch schnell fand sich die Versöhnung, es wurdebeschlossen, sie bei einem gemeinschaftlichen Glase Weinzu besiegeln. Inzwischen lief der Urheber des Streites,ein Katholik, zu dem Groß-Vikar, wo mehrere Priesterin Gesellschaft waren, und rief: „Kommet, kommet! manmißhandelt die Katholiken." Darauf eilte Marc Verso-nay, die Sturmglocke läuten zu lassen, und Peter Wernli,aus Freiburg , einer der angesehensten Chorherren, ergriffseine Hellebarde, zog nach dem Molard und schrie: „Wosind die Christen? mir nach, mir nach!" Die Hellebardewurde ihm entwunden. Nun entblößte er einen großenDegen, schlug rechts und links um sich, und ergriff ver-wundet die Flucht, auf welcher er den Todesstreich er-hielt^).
Dies Ereignis versetzte den Rath in große Unruhe.Herr Peter war ein Freiburger; man beeilte sich, denHerren von Freiburg die strenge Bestrafung des Mörderszu versprechen. Dessen ungeachtet erschien bald zu Genf ein Bote, begleitet von Kaspar Wernli, dem Bruder desVerstorbenen, und achtzig seiner Verwandten; sie brachtenihre Klage beim Rathe an, dann verlangten sie den Leich-nam des Märtyrers, der ihnen überlassen wurde. Nocham gleichen Tage wurden alle Glocken geläutet, und manbegab sich zum Grabe des Chorherrn. Alle Kreuze derganzen Stadt zogen mit. Ein Wunder war vorgegangen:(ich führe die Ueberlieferung der Klöster an) man fand denLeichnam des für den Glauben gestorbenen Herrn Peter,obschon er fünf Tage lang in der Erde gelegen hatte, noch
3) Uexiswes <le lleueve; Schreiber war der ehrliche Claude Raset,Michel's Vater, welcher die Ldroni^ues <le llsnövs geschriebenhat. — Roset's Chronik. — Froment, Darstellung der reformirtenPartei. — Die Erzählung der Schwester ^eanns cls llu8sio, Nonneim Kloster zu St. Claire, Darstellung der katholischen Partei.