Band 
Erster Theil.
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frisch, roth und einen angenehmen Geruch verbreitend.Acht Priester trugen ihn ans Ufer, von wo er nach Frei-burg geführt werden sollte. Alle Ordensleute, die Syn-dics, Rath und Bürger bildeten das Gefolge. Fahnenflatterten in der Lust; 24 Fackeln leuchteten dazu. Seitlangem war keine so große Trauer mehr am Ufer desSee's vernommen worden.

Bald aber erschienen zu Genf neue Abgeordnete vonFreiburg . Diesmal war es, um Gerechtigkeit zu ver-langen, „und zwar so gut, daß ihre gnädigen Herrendamit zufrieden sein können." Man kannte, oder wolltedenjenigen nicht kennen, der Wernli den Todesstreichversetzt hatte; aber da die Freiburger Rache verlangten,suchte der Rath ein Opfer aus. Peter l'Hoste, ein armerKärrner, wurde betrunken gemacht, und in diesem Zustandso gräßlich gefoltert, daß er sich als Mörder bekannte;sein Haupt befriedigte den Blutdurst der Freiburger.

Das war aber noch nicht Alles, was die Bundesge-nossen der katholischen Genfer verlangten. Der BischofJohann de la Beaume hatte die Stadt verlassen, in derman bei jedem Schritte auf die Ketzerei und den Freiheits-geist stieß. Freiburg verordnete seine Zurückberufung.Der Bischof zog am 1. Juli ein, an feiner Seite rittder Herr v. Praroman, Schultheiß von Freiburg . DasGeschütz begrüßte seine Ankunft. Am folgenden Morgenwar allgemeine Prozession; darauf versammelte sich allesVolk vor der St. Peterskirche in tiefster Stille. DerHerr von Genf fragte dasselbe, so laut, daß Jeder ihndeutlich verstehen konnte, ob es ihn für seinen Fürstenund wahren Herrn halte. Das Volk antwortete bejahend.Indessen faßten die Räthe von Genf durch die Zuredender Gesandten von Bern und beim Anblick der Gefahren,die ihre Freiheit bedrohten, wieder Muth. Sie hatten