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den Schutzbrief der Freiheiten ihrer Stadt aus denArchiven hervorgeholt und legten denselben dem Bischofzum Empfange vor, welcher ihn schleunig zurücksandte.Bald begannen wieder die Zwiste über die Gerichtsbar-keit und die Feindseligkeiten. Der Bischof wurde vonFreiburg unterstützt; Bern half den Bürgern. Dasganze Volk, des Joches entwöhnt, murrte. Peter dela Beaume faßte einen Widerwillen gegen Genf undverließ die Stadt am 15. Juli, um sie nie wieder zubetreten.
Nun kam eine Gesandtschaft von Freiburg , zahl,reicher als irgend eine frühere, nach Genf . Die Ab-geordneten verlangten, daß der Rath die Bürger ver-sammle und ihnen den Eid für Aufrechthaltung der guten,der alten Religion abnehme. Man versah sich auf eineGesandtschaft von Bern , und in der That erschienen FranzNägeli und Johann Augsburg«-, und ließen das Volkvon Genf die wohlwollende Sprache der Herren zu Bern vernehmen. „Wir schreiben euch nicht vor, euch andie eine oder andere Religion anzuschließen; aber wirbitten euch mit brüderlicher Gesinnung, einträchtig bei-sammen zu leben und Jedem die Gewissensfreiheit zulassen. Das ist das Einzige, was wir euch einstweilenvorzustellen haben." Für den Fall einer ungünstigenAntwort hatten die Gesandten den Auftrag, von denGenfern die Bezahlung der Summe zu verlangen, welchesie den Exzellenzen schuldig waren. Durch diese Sprachesiegte in Genf die Sache Berns über diejenige Freiburgs.Räthe und Bürger glaubten in den Herren von Bern die wahren Freunde der Republik zu erblicken. Ohnedaß die Mehrzahl sich darüber Rechenschaft zu gebenwußte, hatte die Reform in Genf so tiefe Wurzeln ge-