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bat das Volk, um der Ehre Gottes willen, ihm zu-zuhören, und, indem er sich zum Tode darbot, wenner nicht aus der heiligen Schrift das Gegentheil vondem beweisen könne, was der Doktor vortrage, wie-derholte er Alles, was er schon so vielfältig in Genf verkündet hatte. Er hatte geschlossen, ohne daß Furbitydas Wort ergriff; der erstaunte Doktor blieb stumm.„Antwortet ihm doch!" tönte es aus der Menge. Alser in seinem Stillschweigen beharrte, übernahmen diePriester die Antwort. Sie entblößten ihre Degen. „Indie Rhone mit dem Bösen, in die Rhone !" schrien siealle durcheinander. Als Froment sie auf sich zukommensah, ergriff er die Flucht, und das ganze Volk stürzte ihmnach. Er wäre ergriffen worden, hätte nicht Baudichonsich mit gezücktem Degen vor die große Pforte des Tempelsgestellt und mit starker Stimme gerufen: „Ich tödteden Ersten, der ihn berührt; lasset der Gerechtigkeit ihrenLauf, und wer schuldig befunden wird, soll bestraft werden."Froment wich immer zurück. „Ihr habet Alles verloren !"sagte Perrin zu ihm. — „Alles ist gewonnen," versetzteder Prediger und mit diesen Worten verschwand er.
Die Menge war heftig bewegt, als Dumoulin, Fro-ments Gefährte, auf den Stufen des Tempels erschienund mit lauter Stimme sagte: »Er hat Recht gehabt,es ihm zu verweisen; es war ein falscher Prophet, ich willes euch ebenfalls beweisen." Man ließ ihn nicht weitersprechen, sondern führte ihn vor den Rath. Er wäre aufder Stelle zum Tode verurtheilt worden, wenn nicht einigeRathsherren, heimliche Freunde des Evangeliums, dieBemerkung gemacht hätten, er sei nicht der Anstifter desTumultes, Dumoulin sei ein Unterthan des Königs vonFrankreich und der nämlichen Religion zugethan, wie dielieben Bundesgenossen von Bern . Auf diese Vorstellungen