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wurde das Todesurtheil in Verbannung verwandelt. AlsDumoulin verreiste, folgte ihm eine große Menge Volkesaus Neugierde bis zum Thore von St. Gervais nach.Außer dem Stadtbann standen sie stille, um nocheinmal den Fremdling anzuhören, der eine zweistündigePredigt hielt und einige aus ihnen überzeugte. Nachdemer bedacht, wo er das Wort Gottes noch verkündigenkönnte, wandte er sich nach Lyon , wo er den Märtyrertodleiden sollte. Froment und Baudichon begaben sich nachBern, und erzählten den gnädigen Herren der Republik ,wie es in Genf zugehe. Die Herren von Bern nahmendie Sache sehr zu Herzen, und gaben Baudichon Briefean die Räthe mit ^).
Als Baudichon mit diesen Briefen erschien, entstandgroße Bestürzung in Genf . Aber die Wuth steigertesich noch viel mehr, als man vernahm, daß er Farel mitsich gebracht habe. Nach einer Berathung schickten diePriester von Haus zu HauS den Befehl, die Waffen zurVertheidigung des Glaubens zu ergreifen. Bald warenihre Freunde versammelt. Ein Becher ging von Handzu Hand; Alle schwuren, diesmal ihre Pflicht aufs Bestezu erfüllen. So standen die Sachen den Sonntag undden Montag bis gegen Abend, dann verließen sie be-waffnet den bischöflichen Palast und zogen über den Molard.Einige Bürger sagten indessen: » Sind denn die Priesterund Mönche Kriegsleute geworden? Sind das die Waffen,womit sie sich vertheidigen sollen? Haben sie denn nichtdie Vernunft und die heilige Schrift für sich, daß siedergestalt zu den Waffen greifen müssen?"— Bald durch-zogen auch die Reformirten, zum Kampf entschlossen, in guterOrdnung die Straßen. Bernische Abgeordnete, welche
5) Register. Froment. — I. de Jussie. — Roset.
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VIII. Vd.