Band 
Erster Theil.
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mittlerweile eingetroffen, waren sehr erstaunt, die Stadtso bewegt und die Parteien auf dem Punkte zu finden,ins Handgemenge zu gerathen. Sie brachten Viret mit,den salbungsreichen Prediger, noch schwach von einerWunde, die ihm in der Gegend von Peterlingen ein Prie-ster am Rücken beigebracht hatte. Froment, der ebenfallsankam, konnte wegen des kriegerischen Gewimmels nichtüber die Brücken gelangen. Die Abgeordneten wandtensich an die Reformirten: „Versprechet uns, euch auf dieVertheidigung zu beschränken." Die Reformirten gabenihr Wort, nicht anzugreifen. Endlich gelang es den Syn-dics, mit Hülfe der Gesandten, sich Gehör zu verschaffen;sie ließen befehlen, daß Zeder sich nach Hause begebe: dies-mal gehorchten die Priester zuerst.

Als der Tumult beschwichtigt war, verlangten dieGesandten Berns, vom Rathe empfangen zu werden, undbeklagten sich, daß sie von Furbity beschimpft worden seien.Der erste Syndic richtete die Frage an den Doktor:„Würdiger Vater! was habet ihr diesen Herren zu ant-worten?" Er sagte: „Ich habe nie gegen unsere Ex-zellenzen von Bern gesprochen. Zu dem bin ich Geist-licher und Doktor von Paris ; ich darf mich vor euch,die ihr nicht meine Richter seid, nicht verantworten, ohnevom Prälaten, meinem Obern, die Erlaubniß dazu er-halten zu haben. Einer der Gesandten bemerkte: „Wohabet ihr in der heiligen Schrift gefunden, Meister! daßein Prediger, ein Apostel, oder Zesus selbst verlangthabe, an seinen Hähern Richter sich zu wenden? Wissetihr nicht, daß Zeder dem Schwert unterworfen sein muß?daß Zesus vor Pilatus und vor dem großen Rath derZuden geantwortet hat? daß die Apostel vor Richtern Ant-worten gegeben, denen das mosaische Gesetz fremd war?daß Paulus, als ihn Festus nach Jerusalem schicken wollte,