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sie die Verhältnisse der Kirche zum Staate fest. Der Rathverlieh den Synodalbeschlüssen Gesetzeskraft. „Nicht daßes uns zustehe, die Gewissen zu meistern," sagte er: „Je-sus Christus ist allein der König der Herzen. Aber esist Pflicht eines christlichen Magistrats, seine von Gott empfangene Macht dafür anzuwenden, daß die Gnade nichtgehemmt sei, die Unterthanen ungehindert an die lebendi-gen Quellen des Heils gehen können, und alles Aerger-niß bestraft werde." — Zn diesen Ausdrücken kamen Staatund Kirche überein. Dieser blieb die freie Predigt, jenemdie Regierung über die religiöse Gesellschaft. Die Kircheverlangte nur das Wort, keinen Bann. Haller hatte esüber seine Kollegen vermocht, daß sie jeder materiellenGewalt entsagten. Der Rath und die Pfarrer schwuren,„der Synodalordnung nachzukommen, bis sie einen Weggefunden hatten, der noch gerader zu Zesus Christusführte." Ueberrascht von dem Ausgang einer Versamm-lung, die sich als stürmisch angekündigt hatte, blick-ten alle auf Capito; unter Thränen bezeugten sie ihreDankbarkeit. Der Rath gewährte ihm, was die Bittender Fürsten nicht erreicht hätten, Meganders Verzeihung.Er sandte ihm ein Geschenk an Geld, das Capito nichtannahm. Haller nannte ihn den Vater der BernerischenKirche. Am Ende sagten sogar die Ungläubigsten: „Gott hat uns diesen Mann gesandt." Von der Stadt verbreitetesich die Begeisterung über die Landschaft. Einzelne Pfarr-gemeinden feierten noch das Fest ihres Schutzheiligen, inandern läutete man noch die Sterbe- und Aveglocke. Auchdiese Ueberbleibsel von Katholicismus verschwanden ").