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Bern hatte einen neuen Vertrag mit der Reform ge-schlossen. Wir werden es von nun an nie mehr andersals mit seinen Synodalbeschlüssen auftreten sehen. Esgab keine Uneinigkeit mehr in den Räthen; die Gewissenund die Interessen hatten einen Bund geschlossen. Wasden Einen das dringendste Bedürfniß ihrer Herzen be-friedigte, das hatten die Andern als eine politische Noth-wendigkeit angenommen. Von jetzt an erwiesen sich Allevoll Eifer, die resormirte Lehre zu verbreiten, und vollFestigkeit, sie zu vertheidigen. Wir haben den Beweisdavon gehabt. Wir haben gesehen, wie Bern den Versuchmachte, durch das mächtige Interesse des Glaubens dasganze westliche Helvetien um sich zu schaaren. Durchein besonderes Bündnis verband es sich mit Basel am3. Nov. 1533 ' 2 ). Es näherte sich Zürich . Viele Züricherund Berner Hauvtleute besiegelten bei einem brüderlichenMahle, mitten im Jubel des Festes, die Vergessenheitstörender Erinnerungen. Die beiden Städte nahmenauch bald ihre gewohnte Stellung aus der Tagsatzungwieder ein. Das Gleichgewicht zwischen den beiden Lagern,in welche die Eidgenossenschaft sich theilte, war wiederhergestellt. Nur Zürich behielt noch viele Jahre dasdemüthigende Gefühl seiner Niederlage ").
Karl III. sah sich, bei dieser Lage der Dinge, in derErwartung getäuscht, welche er auf die ErniedrigungBerns gegründet hatte. Sein letzter Versuch war, we-nigstens das Volk in der Waadt an seine Person zu fesseln.