Band 
Erster Theil.
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Konferenzen ") gehalten zu Bern, Thonen, Luzern , dieletztere in Gegenwart der Tagsatzung der Kantone. DieEidgenossen machten es Genf zur Pflicht, den Herzogund den Bischof wieder aufzunehmen, und erklärten, daßsie ihre Sache von derjenigen Berns trennen würden,wenn dieses Genf vertheidigen sollte ").

So lange der Winter dauerte, trug Genf sein Unglückgeduldig. Als aber der Frühling kam und die Bürgerihre Felder, die ihnen den Unterhalt geben sollten, in desFeindes Gewalt sahen, als sie sich nicht mehr vor dieStadtthore wagen durften, ohne Gefahr zu laufen, über-fallen, gefoltert und auf grausame Weise getödtet zu werden,da sannen sie auf Rettung und Rache. Am Abend vor-dem Auffahrtsfeste, den 5. Mai 1535, zogen tausend Mann,unter Anführung des Bernischen Abgeordneten, AntonBischofs, ohne Trompete und ohne Trommel, aus derStadt, und hofften den Feind überfallen zu können. Um 3Uhr langten die Truppen vor Peney an und rüsteten ihr Ge-schütz. Der erste Schuß wurde gelöst. Es wäre um diePeneysaner geschehen gewesen, hätte man sogleich dieSturmleiter angelegt; aber man ließ ihnen Zeit, sich zurWehre zu setzen. Ein zweiter Schuß zersprengte dasGeschütz, verwundete die Bürger, die es bedienten,und setzte Alles in Schrecken. Ein dritter Schuß schlugin Wolljacke, welche die Genfer Soldaten mitgebracht

15) Eine Gesandtschaft, bestehend aus Franz Nägeli, Michel Angs-pnrger, I. Rudolf v. Grafenried, vom kleinen. I. R. v. Erlach undP. Runs vom großen Rath, war an Karl abgeordnet worden,hatte aber von seinem Hofe nur trügerische Worte zurückgebracht.Bericht der Gesandten, Stettler, Nsopt.

16) Register. Roset, III. Buch. — Spon. — Stettler II. —Ruckst III. — Froment. — lesnue cks Iu8s>e. — Tagsatzungs-abschiede.