Band 
Erster Theil.
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umzuhauen, die einzelnstehenden Wohnungen abzutragenund vier Vorstädte zu schleifen. Die Vollziehung diesesBefehls hatte einigen Widerstand gefunden; auf die Stimmeder Prediger aber halfen Männer, Weiber und Kindermit Freuden bei der Arbeit. Mit den Materialien dergeschleiften Vorstädte wurde St. Gervais geschloffen undein neuer Wall am Rivethor aufgeworfen. Die Bürgerführten zu gleicher Zeit die Waffen und die Werkzeugezu den Erdarbeiten. Gingen sie zur Predigt, so stellten sieihre Büchsen im Tempel ab, und wurde Allarm geschla-gen, so verließen die Kriegsleute in der Stille die Ver-sammlung ").

So machte die Reformation in Genf neue Fortschritte.Ein Mann besonders hatte dazu beigetragen, ihr den Wegzu bahnen: Bonivard. Die Genfer hatten ihn, wenn dieBerichte wahr sind, über die Religionsveränderung zuRathe gezogen. „Es wäre zu wünschen," hatte er ihnengeantwortet, daß das Böse unter euch ausgerottet werdenkönnte, wenn das Gute nach ihm käme. Zhr brennetvor Eifer, eure Kirche wiederherzustellen; sie hat es auchgewiß sehr nöthig. Wie könnt ihr sie aber umgestalten,mißgestaltet wie ihr selbst seid? Zhr sagt, die Möncheseien Hurer, und seid es selbst; sie seien Spieler, Trunken-bolde , und ihr seid es auch. Kommt euer Haß gegen sieaus entgegengesetzter Gesinnung? Nein, sondern voneurer Aehnlichkeit. Zhr wollt die Priester durch Predi-ger ersetzen? Das wird ein großes Glück an sich selbstsein, aber ein großes Unglück für euch, die ihr keineandere Glückseligkeit würdiget, als die Vergnügungen,welche zu genießen euch die Priester erlauben. Von zweiDingen wählet eines: wollet ihr bleiben, was ihr seid, so

18 ) Froment.