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keinen ernstlichen Vertheidiger. Aber in Ermanglung vonReden sprachen die Thatsachen. Genf sah hier Männer,welche vor drei Zähren gekommen waren, ihr Lebenfreudig Gott zum Opfer darzubringen, und welche ohneFurcht gepredigt hatten, vbschon das ganze Volk gegen siegewesen war. Auf der andern Seite waren Leute, dieden Kampf bei viel geringerer Gefahr ausfchlugen; sieblieben stumm; nicht Einer befand sich unter ihnen, demes der Glaube zum Verbrechen gemacht hätte, zu schwei-gen. Dieser Gegensatz hatte eine Sprache, welche dasVolk ohne Anstrengung versteht. Auch warteten die Genfer die Konferenzbefchlüsse nicht ab, um sich auf diejenige Seitezu werfen, wo sie Freiheit, Ueberzeugung und Muth erblickthatten. Der einen Augenblick stillgestandene Strom fetzteseinen reißenden Lauf mit gewaltigen Wogen fort ^).
Eigentlich war nun die Revolution vollendet; der Rathallein zögerte noch, es zu gestehen. Bei den Einen ge-schah dies aus Klugheit, weisem Zaudern und Unparteilich-keit, bei den Andern aus Schüchternheit oder Haß gegendas neue Gesetz. Wie oft auch die Prediger fragten,warum die Wahrheit, welche Genf anerkannt hatte, nichtöffentlich verkündet werde, und wie oft sie auch vorstellten,daß sich der Rath nicht aus Menfchenfurcht abhalten lassensollte, Gott die Ehre zu geben, so zauderten die Herren vonGens doch immer mit Abschaffung der Messe, mit Weg-räumung der Bilder und Veröffentlichung dessen, wasdie Disputation bewiesen. Sie sahen die Gefahr, inwelche sich ihr Vaterland stürzte: die Staaten des Königs,des Kaisers, der sich mit seinem alten Feinde verband,
22) Frommt. - Raset. Buch III, Kap. 35. - Ruchat III, 357.6alas,i defensiv, Seite 17 ff. — Lkoupsrt, Vis ds kurel,Alsept. — vupuis, Libliotkeyns ecclesisstiiiue, XIII.