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Erster Theil.
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umgaben die Stadt von allen Seiten. Konnte das Lammdie Wuth der Wölfe tragen?

Aber die Prediger kannten diese menschliche Klugheitnicht. Sie begriffen weder das Zögern des Magistrats,noch warum es nie erlaubt wurde, das Evangeliumin den Tempeln zu verkünden. Die Tage, die Wochenverstrichen in unausgesetzter Aufregung; endlich glaubtendie Reformirten, einen neuen Schritt thun zu sollen.Als Farel wie gewöhnlich ins Franziskanerkloster sichzur Predigt begab, führten sie ihn nach St. Magda-lenen, wo die Kirchweihe gefeiert wurde. Erschrockenfloh der Priester, welcher die Messe begonnen hatte.Männer und Weiber wollten ebenfalls fliehen; aber siewurden genöthigt, die Predigt anzuhören. Daraus nahmdas Volk auch die Kirche St. Gervais ein. Farel, vorden Rath berufen, erschien in ehrfurchtsvoller Haltung,hörte die Rüge an, die ihm ertheilt wurde, sagte aber:„ Meine Herren! ich bitte euch, mir gerechte Befehle zuertheilen, auf daß ich nicht genöthigt sei, zu sagen, waswahr ist, daß man Gott mehr als den Menschen gehorchensolle. Zhr habet anerkannt, daß das, was durch dieheilige Schrift nicht bewiesen werden kann, von derReligion entfernt werden müsse. Wohlan, christliche Räthe!gebet endlich Gott die Ehre! Glaubet ihr die Genehmigungder Zweihundert einholen zu müssen, so versammelt sie,und was sie beschließen werden, das bleibe fest!" EinigeTage später predigte der Mann Gottes bei St. Peter,ohne sich um das Verbot des Rathes zu bekümmern. „Zchmußte zudem Volke gehen, wo ich es versammelt fand,"sagte er ^).

23) Froment. — Register. — Roset. — Die Lebensbeschreibungen vonFarel.